Vom Ton zur Galaxie: Keramikkünstler Kenji Fuchiwaki
Shownotes
Ein bisschen Eisen und Kupfer, ein Ofen mit rund 1.300 Grad – und plötzlich schimmert eine Glasur in Blau, Violett und Weiß. Wie solche kleinen Welten entstehen, zeigt der Keramikkünstler Kenji Fuchiwaki in seinem Atelier im Residenzschloss Ludwigsburg. Fuchiwaki verbindet Handwerk mit Chemie, Physik und genauer Naturbeobachtung. Er erzählt, wie eine Schale in einem Lagerraum ihn zurück zur Keramik brachte, warum er misslungene Arbeiten aussortiert und was beim Brennen alles schiefgehen – oder überraschend schön werden – kann. Ein Besuch bei der Töpferscheibe, mitten im Prozess: vom Tonklumpen zum Gefäß. Und eine Einladung, die eigene Kaffeetasse einmal genauer anzuschauen.
Kurzbio Kenji Fuchiwaki, 1979 in Tokio geboren, studierte von 2002 bis 2010 an der Freien Kunstakademie Nürtingen. Seit 2010 arbeitet er als freischaffender Künstler in seinem Atelier im Keramikmuseum des Württembergischen Landesmuseums im Schloss Ludwigsburg. Er stellte unter anderem im Kunstverein Aalen und in Osaka aus und nahm mehrfach an der MKG-Messe in Hamburg teil.
Transkript anzeigen
00:00:00: Hallöle, liebe Zuckerbritze!
00:00:02: Wir sind heute im Residenzschloss in Ludwigsburg.
00:00:04: Ihr hört das bestimmt schon an den Baugeräuschen.
00:00:07: Wenn ihr innerlich schon in euer Bridgerton-Kostüm geschlüpft seid um in den großen Sälen und auf den Freitreppen unter goldenen Lüstern dahin zu wandern zieht es wieder aus.
00:00:17: wir gehen nämlich nicht ins Schloss also nicht direkt.
00:00:20: wir gehen eigentlich ins Tonatelier von Kenji Fujiwaki.
00:00:24: der arbeitet hier als Künstler in einer Residenzen in seinem Tonatelier und macht Keramik.
00:00:31: Japanische Keramika ist ja total im Trend, auch Keramic-Bemalung ist immer ein tolles Weihnachtsgeschenk.
00:00:37: Er arbeitet sehr speziell und mit sehr speziellen Glasuren – das ist seine Spezialität!
00:00:42: Er versucht da die Keramiktraditionen mit Naturbeobachtungen zu verbinden, mit Chemie, mit Naturwissenschaft.
00:00:50: Er sucht nach Spiralen, nach Galaxien und er schafft wirklich kleine eigene Welten in seinen Stücken.
00:00:57: Wir fragen heute, wie viel Wissenschaft braucht Kunst?
00:01:02: Wann wird eine Tasse zu einem Kunstwerk und wann passt in einer Tasse ein ganzes Universum.
00:01:18: Das ist eine sehr coole Hose.
00:01:35: Das sind typische japanische Albatterhose.
00:01:42: Kenji kannst du uns vielleicht kurz beschreiben was du machst?
00:01:45: jetzt gerade?
00:01:46: Ich mache gerade der Kaffee.
00:01:48: Wir danken dir sehr dafür!
00:01:50: Jetzt nehme ich ja eine indonesische Kaffe, Sumatra Bravan heißt das.
00:01:54: Es ist einer Eiermountain und ein sehr guter Kaffees.
00:02:02: Ich bin gespannt.
00:02:03: Und woran hast du gerade gearbeitet als wir dich unterbrochen haben?
00:02:06: Als wir reingekommen sind...
00:02:07: Ich habe gerade so eine Form fertig geschafft was ich für meine Kunden aus Japan nehmen mache.
00:02:15: Es soll eine Blumengefest werden für Ikebana-Kunst.
00:02:19: In November gibt es in Japan immer so ein sehr großes Ikebanafest, also einen Event.
00:02:26: Diese Kunden möchtet ihr für dieses Event ein spezielles Gefäß haben und sie hat ja eben so eine bestimmte Wünsche gehabt und dafür arbeite ich gerade.
00:02:35: Was genau ist Ikebala?
00:02:37: Das ist eigentlich ein schönes Wort.
00:02:41: Ikewana bedeutet, wenn man direkt auf Deutsch übersetzt, lasst den Blumen lebendig sein und so in einen Dekorationsform.
00:02:54: Diese Ikevana hat ja schon sehr lange Geschichte und die Japaner schätzen eben den Saison.
00:03:00: Und jeder Saison gibt es eine passende Blume.
00:03:03: natürlicherweise Man lässt diese Dekoration oder Blumensteckkunst eine Bedeutung tragen.
00:03:14: Und man bereitet deswegen für spezielle Saison, spezielle Blumendekorationen...
00:03:21: Dein Gefäß ist auch auf die Jahreszeit
00:03:26: ausgerechnet?
00:03:27: Ja!
00:03:28: Ich versuche gerade einen Gefäss zu machen, der nach ihrem Wunsch passt.
00:03:34: Aber ich versuche als Keramiker auch sozusagen eine Bedeutung für diese Feste tragen.
00:03:42: Und es soll irgendwie so harmonisiert werden, gut balanciert werden.
00:03:47: Ist das Fest jetzt im Herbst?
00:03:50: Genau!
00:03:51: Wie versuchst du dann den Herbst in die Keramik zu kriegen?
00:03:55: Mit der Farbe zum Beispiel.
00:03:56: Also in Sommer würde ich gerne ... kalte, kühle Farbe eben darstellen.
00:04:02: Aber im Winterherbst würde ich gerne eher so eine warme etwas erdige bodenständige Farbe herstellen oder wenn nicht zum Beispiel für Herbst ist ja eine Erntezeit und Ernte-Zeit ist hier eine sehr lebendige Zeit.
00:04:16: da soll ihr einfach so ein Energie geben also einfach eine Freude geben für Ernte oder etwas so ne Vorsorge für Winter eben gehen Und das ist ja international überall gleich.
00:04:29: Ich versuche eben diese Lebendigkeit da zu stellen.
00:04:33: Also wir haben jetzt schon die Arbeiten deiner Schüler und der Rest hier sind aber deine Arbeit?
00:04:40: Genau, die sind alles meine eigene Arbeit.
00:04:43: Ja!
00:04:45: Und
00:04:45: viele Kartonnagen natürlich.
00:04:47: Ja, viele Kartonagen, viele arbeiten... ...und viele Vasen sehe ich auch.
00:04:53: Ah, ja.
00:04:55: Vorletztes Jahr habe ich relativ viele große Vasenobjekte gemacht, weil ich mit diesem Thema etwas weiterkommen wollte.
00:05:05: Also technische Handwerklichkeit und auch die Grasur eben zur Geschichte, die auch eine meiner Spezialitäten ist.
00:05:12: Und bin jetzt eben einigermaßen weit gekommen und habe mich wieder auf einen anderen Thema konzentriert nämlich so eine große Schadenarbeiten und auch viele kleine Objekte wieder, so wie Zeremonie-Schale oder Esstellergeschichte Schalengeschichte oder spezielle flache Objekten.
00:05:33: Ich arbeite gerade für mehrere Themen.
00:05:37: Bis vor letztes Jahr habe ich mich eher konzentriert auf eine, aber jetzt arbeite ich ein bisschen breiter.
00:05:46: In Oktober habe ich ja meine Ausstellung wieder und deswegen muss es eben etwas vielfältig sein!
00:05:54: Hier im Schloss dann auch?
00:05:55: Ja.
00:05:57: Sind Sie herzlich eingeladen, ja!
00:06:00: Wann genau?
00:06:01: Von sechzehn bis achtzehnte Oktober ist es.
00:06:04: Ich frage mich wie ist das denn passiert dass du hier am Schloss in Ludwigsburg gelandet bist?
00:06:09: Das war fast eine Wunder.
00:06:11: Also ich war noch damals noch Student gewesen habe schon damals ein paar Kontakte gehabt mit der Garage und habe in Stuttgart so eine Ausstellung gehabt Ja.
00:06:25: Und da kam zu den Ausstellungen so ganz zufällig damalige Leiterin von der Museum vorbei und sie hat meine Präsentation gesehen, ich war nicht da bei der Ausstellung aber sie ist zu einer anderen Garderie ebenso weiter gelaufen weil das eigentlich ihre Ziele war und Sie hat dort über meine Ausstellung erzählt zu den Garderdisten.
00:06:49: und dann zufähig diese Garderist kann das mich auch, weil ich auch dort schon mal so eine Präsentation gemacht habe.
00:06:56: Und er hat gesagt, es kann nur der Kenji sein und dann ... Er hat mich angerufen zuerst und dann hat er gesagt, Kenji, werdest du dich mal bei dieser Dame?
00:07:05: Ja!
00:07:06: Aber er ist ein sehr humorvolles Mensch und er hat ja gesagt, äh... Ich erkläre dir gar nicht, also ich verrate dir gar nichts wie er das ist, weil er eben nicht versprechen kann was danach passiert oder so.
00:07:20: Er hat gesagt, auf jeden Fall sollst du bei dieser Dame dich merken.
00:07:23: Dann habe ich gesagt okay dann nächstes Morgen habe ich sie angerufen und dann kam zuerst die Sekretärin glaube ich an den Telefon.
00:07:33: Sie hat ja gesagt wer sind sie?
00:07:35: Was sind sie umso?
00:07:37: Ja genau ich bin eine Kenji aus Japan und Studierekramik und so und ich hab diese Nummer bekommen von der Gardis sowieso.
00:07:47: und ist diese Frau da?
00:07:49: und so.
00:07:50: Dann, diese Dame ist ja an den Telefon gekommen und hat gesagt, sie war kurz vor dem Termin.
00:07:56: Und sie hat ganz schnell am Telefon gesagt, ich bin Frau Sowieso!
00:07:59: Ich bin der Reiterin von der Ekramik Museum Ludwigsburg.
00:08:02: Ich habe einen Platz für Sie.
00:08:06: So hat es angefangen.
00:08:07: Da habe ich gefragt, wie gesagt?
00:08:09: Ich war in einem Student gewesen.
00:08:10: Ja.
00:08:11: Ich hab ja gefragt, was meinen Sie ein Platz für mich?
00:08:15: Dann
00:08:15: hat sie gesagt, wir haben ja einen Zweigmuseum in Schloss Ludwigsburg und da haben wir eine Schaubergstadt für die Gäste.
00:08:23: Und da möchten wir gerne Sie haben!
00:08:27: Wir haben weitergesprochen aber Sie mussten ja gehen... ...und dann habe ich so ein Termin ausgemacht mit dieser Dame und auch der Marike Leiter von den Schloss Erkrüger.
00:08:38: Und dann bin ich erst einmal in Ludwigsburg gelandet, dann habe ich eben den Schloss und so alles besichtigt.
00:08:46: Und das war ein wunderschöner Erlebnis gleich.
00:08:49: Das ist ja eine riesige Schloss für einen wunderschönen Ambiente.
00:08:53: Und später gehen wir ins Museum und da habe ich ja... Ich war total überrascht!
00:08:58: Ja du kennst es noch gar nicht?
00:09:00: Nein, gar nicht.
00:09:02: Aber
00:09:02: ich habe zuerst gedacht, weil sie am Telefon gesagt hat dass er eine Schauwerkstatist.
00:09:10: Habe ich nicht so viel erwartet?
00:09:11: Ja, ja.
00:09:12: Das ist ein bisschen Show und... Genau!
00:09:14: Und ich kenne Paar Schauwerkstädter.
00:09:22: Meistens so Schauwerkstädte sind eben so klein und vielleicht eine Scheibe wenn man Glück hat, einen kleinen Ofen kann man etwas brennen und so.
00:09:33: Eine meiner Spezialitäten oder ich habe jetzt zwei Fachbereiche, eine ist die Drehen und meine Grasseurgeschichte Drehen zu entwickeln, brauche ich eine gute Drehscheibe.
00:09:45: Und für Brennen... ...für diese Grasur zu brennend entwickeln weiterzufühlen, brauch' ich eine sehr gute Ofen logischerweise.
00:09:54: Wieso?
00:09:55: Weil zum Beispiel wenn der Ofen nicht eben so gut wäre, wenn zum Beispiel zu viel Energieverlust geben wird oder wenn er nicht so konstant sehr gute stabile Temperaturbereiche schaffen konnte.
00:10:08: Oder wenn der Volumen anderes wäre und so endete eben den Ergebnis von der Grasur.
00:10:13: Und wenn ich eben präzise arbeiten will genau wissen wie was da eben passiert brauche ich einfach eine stabile so gute oben.
00:10:23: Von normaler Schauwerkstatt kann man sowas nicht erwarten.
00:10:26: Und so viel, wie ich damals kannte, habe ich noch nie eine Schauwerkstatt gesehen gehabt.
00:10:32: Da, wo gut professionell arbeiten kann.
00:10:35: Deswegen habe ich wirklich sehr wenig erwartet – fast gar nichts erwartet!
00:10:40: Aber ich kannte den Schloss gar nicht statt Rüquizburg gar nicht.
00:10:44: Der Ramik-Museum in Schloss Rüqvizburg hatte ich noch nicht gehört und habe mich interessiert.
00:10:49: Ich dachte ja dann komme ich mal.
00:10:51: Dann war ich hier.
00:10:53: Bombastische Schloss, bombastische Sammlung und dann eben diese Räumigkeit habe ich kennengelernt.
00:11:00: Und deswegen sage ich, ja das ist... wenn ich diesen Satz von der Schlussleiter damals eben so nehmen würde, er hat gesagt Kenji sie haben ihr sechzehnstelliges Lotto gewonnen, hat er irgendwie gesagt.
00:11:13: Und du hast es geglaubt?
00:11:15: Ja also klar, also das ist ja... Lottelspiel ist ja Spiel, aber das ist für mich eine Sehr spezielle Ereignisseben gewesen.
00:11:29: Ich frage mich wirklich jeden Tag, wieso bin ich hier?
00:11:32: Warum bin ich ja hier gelandet?
00:11:34: Okay
00:11:34: also wir wissen jetzt wie du nach Ludwigsburg gekommen bist.
00:11:37: Wie bist du überhaupt zur Keramik gekommen?
00:11:42: Als Japaner lebt man schon seit Kindheit her relativ nah mit den Keramikobjekten.
00:11:50: Wir benutzen sehr viel täglich so eine Nicht nur Handgemachte, aber so Keramik-Gegenstände für Trinken und Essen.
00:12:00: Und es ist sehr fest sozusagen drin in japanischer Lebensarten.
00:12:05: Meine große Eltern haben auch bei sich zu Hause kleine Sammlungen zur Lieblingsteine.
00:12:14: Es steckte in eine hinteren Schopplade hier in der Küche Und als Kind war es für mich eine so eine Lieblingshebensache Ecke gewesen.
00:12:24: Da habe ich ja immer wieder mal da aufgemacht und dann hab' ich so ne Holzschachtel auch geschlagen, und dann kommt jetzt keine so ne Trinkstilchen und so... Das habe ich immer wieder einmal gerne so geguckt.
00:12:35: Ja, durfte man die auch benutzen?
00:12:37: Ja!
00:12:39: Aber ich komme eigentlich von der musikalische Familie und ich habe damals eben oder ich habe nie in meinem Leben eigentlich gedacht dass sich ein Keramiker wird Ja.
00:12:49: Ich hatte Interesse und ich hatte einige Erfahrungen mit der Keramik oder Keramika, aber habe nie gedacht, dass sich Keramiker wird.
00:12:58: Also künstlerliche Kreative Sachen hab' ich schon wirklich immer seit Kindheit gemacht, nicht nur den Musik.
00:13:06: Aber...
00:13:07: Wie ist es dann passiert?
00:13:08: Das ist eben
00:13:09: so interessant!
00:13:11: Ich hatte interesse, dann kam ich nach Deutschland Und ich habe unterschiedliche Sachen so ausprobiert oder gemacht.
00:13:21: Ich bin wirklich sehr dankbar, dass die alles was sich hier in Deutschland zu erleben dürfte und so.
00:13:27: Und ich hab mal zuerst Koch gearbeitet.
00:13:31: danach bin ich zu einer so eine Laden gegangen und dort einen Platz bekommen.
00:13:38: darf ich die Name sagen?
00:13:39: Weiß ich nicht!
00:13:40: Es ist eine Haushaltladen in Leonberg Ziegler heißt ja eine ganz wunderbare Laden und ich hatte wunderbarer Kollege, wunderbares Chef und wunderbare Kunden gehabt.
00:13:51: Und tolles Laden so Gegenstände gehabt.
00:13:55: Dort habe ich wirklich Deutsch eben gelernt.
00:13:58: Ich war ein Jahr dort und habe als Lagermann und Verkaufsmensch dort gearbeitet weil ich eben als Lagermann eben arbeitete.
00:14:06: deswegen keine sozusagen Objekte kommt ins Laden ohne durch meine Hände eben so.
00:14:12: Du hast alles gesehen, ja?
00:14:14: Gehen und ich musste eben viele verschiedene Sachen auspacken, einpacken aufzeichnen, Sortieren putzen und so.
00:14:21: Und diese Haushaltladen... Diese Laden hatte wirklich ganz, ganz viele unterschiedliche Artikels und zum Beispiel Eierschalen soll Bruchstellen für Ursache und so.
00:14:33: und aber die Keramik-Sachen, auch Porzellanzo-Sache oder Steinzeugkeramik Sachen und so was als Steingut, Backformen usw.
00:14:41: waren in der Artikel.
00:14:43: Und habe ich immer wieder mal solche Keramiksachen in der Hand gehabt.
00:14:49: Irgendwann habe ich einen in den Lagerraum eine Schachtel ausgepackt und eine Keramicschaden aus England in die Hand gehabt haben.
00:14:59: Da war fast am Ende meiner Zeit in Nürnberg und habe schon überlegt, was ich als nächstes eben tue.
00:15:08: Dann hab' ich diese Schale von den Strobochips herausgeholt, dann hab' Ich den Strobrochips so rausgetan ins Schachtel wieder zurück.
00:15:18: Dann hatte ich das in der Hand.
00:15:20: Das war eine kitschige Teller.
00:15:22: Mochte ich gar nicht!
00:15:24: Aber das war Keramik-Eventaierlesen.
00:15:26: Und dachte, ah stimmt, ich hatte ja Interesse für Keramika.
00:15:29: Ah,
00:15:29: hier hast du dich erinnert an... Genau.
00:15:31: Ja.
00:15:34: Das möchte ich auch gerne aus Berlin.
00:15:35: Dann habe ich eine Schule besucht in Nürtingen und dort hat es sozusagen angefangen, diese Lust.
00:15:45: Sehr schön!
00:15:46: Wie ist das dann mit den Glasuren passiert?
00:15:49: Das ist ja eine Spezialität von dir.
00:15:53: Und du hast den Nürtingen gelernt und bist dann... wie kam's, dass du dich so für Glasur interessiert hast?
00:16:00: Ich habe einfach so viele unterschiedliche Gebiete, da wo ich mich sehr interessiere.
00:16:05: Und auch diese wissenschaftlichen Sachen sowie Physik oder Mathematik oder Geschichte, Kultur
00:16:12: usw.,
00:16:13: ist für mich ein sehr interessantes Gebiet und eines davon ist eine Chemie.
00:16:20: Grasur-Geschichte sind Chemie und Physik zusammen.
00:16:25: Keramik ist deshalb für mich sehr faszinierend und sehr passend, weil ich alle meine Interesse so einstecken kann.
00:16:33: Drehen ist ja Physik, Material also diese Ton ist ja biologische Bio-Geschichte, genau.
00:16:46: Und Grasur ist ja Chemie, Brennen ist ja auch Physik und das ist wirklich eine tolle Kombination.
00:16:54: Und da ist ja eben so eine Rohstoffmagazine, die das hier.
00:16:59: Genau!
00:16:59: Die sind wie Mineralpulverne, die ich für meine Grasuren nehme.
00:17:05: In diesem kleinen Apothekerschrank eigentlich?
00:17:08: Ja genau.
00:17:10: Wenn man diese Sachen mit bestimmter Verhältnisse mischt und unter bestimmte Konditionen brennt dann passiert sehr viel chemikalische oder physikalische Reaktion Und entsteht ja so unterschiedliche Farben, Oberblechen und so.
00:17:25: Da sind die alle Proben was ich eben in letzter Zeit gemacht habe.
00:17:29: Okay also das sind auch deine... Genau Testteile.
00:17:32: Ah ja wo du verschiedene Glasuren ausprobiert
00:17:35: hast?
00:17:35: Genau!
00:17:36: Und da sind auch Schriftzeichen drauf d.h.
00:17:38: Du hast darauf geschrieben auch Was ist diese kleine Gravour damit?
00:17:44: Das ist eine meine Signatur
00:17:47: Ja
00:17:48: Und die praktisch Farbe ich ein mit der unterschiedlichen Metallarten.
00:17:54: Ich nehme fast nur Eisen und Kupfer, damit schaffe ich eben so die unterschiedliche Farben.
00:18:01: Alle deine Farben bestehen aus Eisen und kupfen?
00:18:03: Eisen-Kupfer
00:18:04: manchmal manganen aber sehr wenig ja!
00:18:09: Du hast auch Geschichte erwähnt.
00:18:11: wie spielt die da mit?
00:18:12: rein in die Chemie?
00:18:16: Die Menschungsgeschichte ist wirklich voll mit der Entwicklung.
00:18:20: zum Beispiel Ich arbeite als Keramiker, aber wie gesagt diese chemikarischen Entdeckungen, Entwicklungen, physikalische Entdecken, Materialentwicklung und Entdecke haben wir meinen Vorgänger.
00:18:35: Ich lerne das nur!
00:18:37: Ohne diesen Vorgängern... Gibt keine Schloss, gibt keine Gewerkstatt.
00:18:43: Diese Drehscheibe drehen diese Technik.
00:18:45: Also hochentwickelte Drehscheiben gibt ja schon seit circa sieben tausend Jahre.
00:18:50: also ich schätze noch länger aber das ist eben die Geschichte.
00:18:55: Also früher haben die Menschen immer mit der Fuß oder mit der Hand oder mit einer Praktikant liegt auf dem Boden und so die Scheibe so gedreht.
00:19:03: jetzt drehen wir elektrisch.
00:19:05: Elektrik ist auch eine Entwicklung entdeckt.
00:19:08: Dahinter steckt ja auch sehr, sehr viele Geschichten.
00:19:13: Und die elektrische Drehscheibe hat wahrscheinlich viel verändert.
00:19:15: noch mal?
00:19:16: Oh ja!
00:19:17: Sehr gut.
00:19:18: Weil du...wieso?
00:19:20: Entwicklung von der Motor.
00:19:21: Ja
00:19:23: und was macht es?
00:19:24: Was ist der Einfluss aufs Töpfer dabei?
00:19:26: Zum Beispiel die Frequenz?
00:19:29: dieser Motor hat eben sehr Kontinuiere ich eine gleichmäßige Frequenz.
00:19:35: Das lässt die Scheibe sehr kontinuierig und kräftig sauber drehen, deswegen kann man theoretisch auch sehr sauber und klar drehen oder sicher drehen.
00:19:46: Früher gab es z.B.
00:19:50: Drehscheiben in so einem Wasserbad schwebt.
00:19:53: In solchen Scheiben kann man drehen aber der wackelt sich.
00:19:58: oder der dreht sich nicht so stabil und so, dann muss man ja dafür geeignete Technik entwickeln.
00:20:04: Dafür geeignetem Material machen, dann entsteht natürlich ganz andere Ergebnisse – logisch!
00:20:09: Und das ist auch sehr spannende eben Sachen.
00:20:13: Welche Methode?
00:20:14: Welche Technologie?
00:20:16: Welcher Einfluss für die Ergebnisse eben?
00:20:18: Arbeitest du auch mit traditionellen Methoden oder mit dem neuesten Stand der Technik vor allem?
00:20:24: Beides also... Wie gesagt, diese Elektrodrehscheibe, was ich verwende ist sozusagen die höchste Zustand von heutigen Drehentechnik oder für Keramika mindestens.
00:20:36: Aber wie gesagt, dieser Technik selber ist ja sehr klassisch und sehr traditionell.
00:20:41: Und die Artenweise, wie ich mit der Rohstoffe von den Grasseurs umgehe, ist auch eigentlich sehr traditionll.
00:20:48: aber zum Beispiel der Elektroofen, das ich verwendete, ist der höchsten Zustand Brandtechnologie.
00:20:58: Früher hat man ja mit den Holz gebrannt, heute kann man mit den Elektroofen aufbrennen und dann diese Kondition von dem Brand endet sich total stark.
00:21:06: Du bist hier im Schloss in Ludwigsburg.
00:21:09: Beeinflusst das auch deine Arbeit?
00:21:12: Sehr!
00:21:14: Das ist so wie ein Fisch in einem Aquarium.
00:21:17: Wenn der Aquarium so klein ist, wechseln die Fische auch klein.
00:21:21: Wenn das Aquarium sehr groß ist, wächst eine Fische sehr groß.
00:21:25: Schittkröte auch.
00:21:26: Und das ist wahrscheinlich so ähnlich, also ich habe von Anfang an so eine riesen Aquarium gekommen und damals hab' ich auch gedacht, ah, egal wie groß kann ich ja eben werden?
00:21:40: Das hat mir richtig gut getan irgendwie!
00:21:43: Und dann laufst du durchs Schloss und schaust dir alles an oder...
00:21:46: Es gibt so paar meine Lieblingsecke ins Schloss.
00:21:49: Ja.
00:21:50: Da gehe ich ab und zu mal hin und dann...
00:21:53: Verrätzt Du uns
00:21:53: einer?!
00:21:57: Da ist gerade so gesperrt für die Gäste, weil eine Zaunneben kaputt ist.
00:22:04: Aber dahinter der Kirche gibt es einen... Ich weiß gar nicht wie dieser Hof heißt aber ein ganz kleiner Hof da wo eine Wiese an Sitzbänke gibt und man kann praktisch diese brühende Barockseite, diese Gartenseite kann man so ein bisschen reinschauen.
00:22:22: und diese Ecke mag ich sehr.
00:22:25: Eine sehr ruhige Ecke sehr idyllisch und sehr urig.
00:22:29: Ja,
00:22:30: da gehst du dann hin und setz dich hin?
00:22:32: Ja!
00:22:32: Und was ganz toll dort ist eben diese Saison wieder.
00:22:37: Diese Hof endet sich wirklich nach der Saison.
00:22:42: Also die beiden sind die gleiche Grasseur.
00:22:46: Die drei sind unterschiedliche Grasseuren.
00:22:49: Diese drei kleine Schalben sind jeweils so...
00:23:04: So werden die dann?
00:23:10: Genau.
00:23:10: In welchem Stadion befinden diese sich?
00:23:12: Wie weit sind sie schon, oder was passiert noch mit ihnen?
00:23:15: Die werden ja nochmal gebrannt unter über thirteenhundert Grad.
00:23:19: Diese Krasur wird so... Das hier wird so.
00:23:28: Einfach durchs Nochmal
00:23:29: brennen und das da passiert ebenso eine chemikalische Reaktion.
00:23:33: Und diese beide Schale
00:23:35: Ja.
00:23:41: Das ist eine meiner neuesten Segurkengrasseurs, das wird so.
00:23:45: Ah!
00:23:47: Seegurkenglasseur, wieso heißt die so?
00:23:49: Weil diese Musterung von der Grasseur so aussieht wie der Hautmuster von der Segurke.
00:23:55: deswegen nennen wir Japaner Spezielle eben solche Grasseuren in der Segurtgrasseur.
00:24:01: Aber eigentlich das ist keine so klassische Segurkengrasseur Die klassische segurken grasseur Die sieht ja aus wie so eine Universum, da läuft eben schwarz und weiß grundsätzlich über einander zusammen.
00:24:19: Und dazwischen passieren den Farbänderungen von lila bräunlich bis zu blau.
00:24:27: Diese weiße Schimmer macht einen ganz starken Farbenkontrast auf diese... Fundamentale ist es so eine dunkle Phase.
00:24:37: Und diese Farbenkontrast...
00:24:42: Ist die braune Farbe die andere Glasur?
00:24:45: Nein.
00:24:47: Ich nehme wirklich nur zwei Glasuren, aber entsteht ja dadurch eben so unterschiedliche Farben.
00:24:53: Okay und welche Farben haben die beiden Glasuren?
00:24:55: Weil die Vasa aus schwarz und weiß wird
00:25:00: blau,
00:25:01: weiss, lila, braun.
00:25:05: Das ist eben das genau!
00:25:06: Deswegen bin ich fasziniert mit dieser Geschichte.
00:25:09: Ja, das verstehe ich!
00:25:10: Als ich erste Teste eben mit diesem Typ von der Grassoge gemacht habe, habe ich nicht erwartet dass es blau wird.
00:25:16: Ich wusste ganz genau, dass ist eine schwarz-dunkelbraun und weiß ist.
00:25:21: Ich habe erwartet im schwarz-, dunkelbrauen und weiß höchstens eben so zum Beispiel Milchkaffeartige Charakter.
00:25:29: und so habe ich erwartet.
00:25:30: Aber auch habe ich plötzlich so ein Lieder und Blau gesehen.
00:25:34: Moment.
00:25:35: Woran konnte es so passieren?
00:25:36: Wunderschön!
00:25:37: So fängt ja eben die ganze Entwicklung an.
00:25:40: Ja.
00:25:43: Keramik ist auch so volle Bumper, ja.
00:25:50: Es gibt ja schon fast dreißigtausend Jahre Geschichte mit der Ton und ich verstehe sehr gut warum die Menschen nie satt geworden sind mit der ton.
00:26:02: Es macht ja Spaß und es gibt unwahrscheinlich viele Möglichkeiten.
00:26:09: was man da mich machen kann.
00:26:12: Du hast, ich habe gelesen du hast zwei tausendzehn ganz viel von deinen Arbeiten zerstört aussortiert?
00:26:21: Das war schlimm
00:26:23: Ja!
00:26:24: Wieso oder wieso?
00:26:26: Wieso hast du es überhaupt gemacht wenn das schlimm war?
00:26:29: Ich habe... ...zweitausendneun hab' ich ja auch eine Ausstellung beteiligt in Stuttgart und habe meine Sachen damals eben ausgestellt gehabt.
00:26:41: Ich hatte auch dort einige Sachen verkauft, glücklicherweise.
00:26:46: Und dann hatte ich eben so ein paar Rests sozusagen gehabt nach der Ausstellung und die habe ich wieder bei mir zu Hause in eine Kartonage reingepackt und hab gedacht, ah ja, wenn ich nächstes Jahr wieder so eine Regenheit habe kann ich das als Reserve haben und kann hier wieder das ausstellen und präsentieren.
00:27:05: Dann habe ich einen Jahre gearbeitet Und es war drei oder vier Wochen vor dem Termin hatte ich wirklich so wenige gute Ergebnisse und wollte einfach immer weiter, weiter, weitersuchen.
00:27:23: Aber konnte ich eben nicht solche richtig guten Ergebnisse bekommen?
00:27:30: Ich habe ja zu Hause noch Reserve und die kann ich wieder so ausstellen ist kein Problem.
00:27:37: Und wirklich vor drei Wochen von den Terminen habe ich ja bei mir zu Hause.
00:27:43: Habe ich diese Katonage aufgemacht und hab' ich dann Sachen herausgeholt, und ich konnte wirklich nicht glauben also was sich damals eben da ausgestellt hat weil es so schlecht für mich war.
00:27:54: Oh!
00:27:54: Das war
00:27:55: drei Wochen bevor
00:27:56: du hier warst?
00:27:56: Ja, drei Wochen vor dem Termin in der Ausstellung.
00:28:00: Ah!
00:28:01: Oh!
00:28:04: Ich war wirklich unter Schock gewesen... Da habe ich gedacht, nee.
00:28:08: Ich muss wirklich noch mal versuchen zu arbeiten und in diese drei Wochen habe ich wirklich so gearbeitet.
00:28:22: Du konntest das auch nicht nochmal... Ich weiß es nicht.
00:28:26: Kann man aus zerbrochener Keramik noch was Neues machen?
00:28:33: Schlecht ist schlecht, ja.
00:28:34: Ich muss einfach streng sein an meine Ergebnisse und habe auch natürlich sehr schlechte Brandergebnisse gehabt.
00:28:44: Einmal habe ich ja wirklich neulich auch mehr als achtzig Prozent alles weggeworfen.
00:28:50: Schon wieder?
00:28:50: Ja,
00:28:51: das passiert immer wieder!
00:28:52: Wie oft passiert es so?
00:28:54: Eigentlich jedes Mal.
00:28:55: Manchmal läuft es gut also der letzte Brand war gut aber vorletzte Brand war saumäßig schlecht.
00:29:02: Also ich bin gerade bei diesen Dosen-Sachen zu schaffen.
00:29:06: Und Dosenarbeiten ist auch total spannend.
00:29:10: Ja,
00:29:11: ja, wieso?
00:29:12: Wollen
00:29:12: wir mal zeigen!
00:29:14: Unterschied ist wahrscheinlich sehr gelingen.
00:29:16: aber zum Beispiel das ist eine schlechte Beispiel.
00:29:20: Das ist eben schlecht.
00:29:21: Das sieht
00:29:23: wunderschön aus.
00:29:26: Wenn man das vergleicht dann merkt man es wahrscheinlich.
00:29:28: Ja bitte vielleicht.
00:29:31: Das ist so ähnliche Glasur-Ergebnis.
00:29:34: Hier Form, ähnlicher Größe und daran liegt ja sozusagen dazwischen liegt eine meine Beschäftigung.
00:29:42: was ich immer so achte also diese Linke die für mich nicht so gut gelingen hat er eben hier zu wenig Spannung.
00:29:53: Ah du wolltest einfach von der Form?
00:29:55: Vorher von der Glasur?
00:29:57: Form in diesem Fall ja.
00:29:58: Glasur Ergebnis ist so ähnlich gut.
00:30:01: aber Diese Form hat ja mehr nach außen so eine Spannung.
00:30:06: Ja, das stimmt!
00:30:06: Sie drückt sich ein bisschen nach Außen?
00:30:09: Eine meiner Vorbilden ist immer so eine Wassertropfen.
00:30:12: Wassertroppen hat wirklich nach außensein wahne Spannungen und guter Form.
00:30:17: für mich hat eben solche Charakter.
00:30:21: Es muss einfach nach außeinsamen gehen.
00:30:25: Und die hat einfach... Grassoil ist gut, Qualität ist kein Problem Aber diese Formergebnis hat ja eben nicht diese Aussage, was sie eben haben.
00:30:37: Ja, das heißt die muss zerstört werden?
00:30:39: Ja!
00:30:40: Die muss spät sein.
00:30:40: Ich habe nur das behalten weil ich euch das zeigen wollte.
00:30:44: Ah,
00:30:45: danke schön.
00:30:45: Danke.
00:30:48: Ich sehe, was du meinst.
00:30:49: Sie ist natürlich trotzdem schön aber sie ist ein bisschen zurückhaltend.
00:30:52: Wenn man vergreicht.
00:30:53: Ganz genau.
00:30:54: Das
00:30:54: ist... Ja es ist ein wenig schüchtern.
00:30:56: Richtig.
00:30:58: Ich bin vielleicht schüchtern genug.
00:31:00: Deswegen, meine Objekte darf nicht so schüchternd sein.
00:31:03: Es darf eben nach vorne gehen.
00:31:04: Nach draußen gehen?
00:31:05: Ach cool!
00:31:07: Machst du jedes Mal den Arbeitsplatz komplett sauber bevor du neu anfühltest?
00:31:11: Wenn ich so eine trockene Arbeit gemacht habe muss ich zuerst mal so aufräumen.
00:31:17: Weil wenn diese trockener Masse auf dem Boden so ein Wasser da drauf bekommt klebt es ja fest an dem Boden wird er sehr schwer so später zurückziehen.
00:31:28: Würdest du selber sagen, dass du eher beim Arbeiten eher ordentlich oder eher chaotisch bist?
00:31:41: Äußerlich ordentlich, innerlich chaotische.
00:31:52: Oder andersum kann es auch sein!
00:31:55: Wenn das äußerliche chaotisches wirkt es dir nicht.
00:31:58: Aber Putzen ist ganz wichtig.
00:31:59: ja weil Gesundheit ist ja eine der wichtigsten Sachen.
00:32:03: ohne Gesundheit gewinnt man eben kein Zeit Und ohne Zeit kann ich eben nicht schaffen.
00:32:09: Deswegen Gesundheit ist sehr, sehr wichtig und wenn man nicht ordentlich putzt zum Beispiel den Boden und so... Ich putze ja jeden Tag alles nass!
00:32:18: Wenn es so einigermaßen staubfrei ist dann kann man ja sicher sein der Lunge so zusammenbleiben.
00:32:25: Der schlimmste oder berühmteste Krankheit von Keramika ist der Lungen-Krankheit Hier habe ich ja so etwas vorbereitet man schon gleich kneten kann und schön drehen nehmen kann.
00:32:49: Das ist
00:32:50: ein Blockton?
00:32:51: Ja, hier habe ich eben die zusammengeschlagener Vormaße.
00:32:56: Und vielleicht kann man immer noch ein bisschen den Unterschiede kennen dazwischen...
00:33:01: Okay der Unterschied zwischen den beiden ist
00:33:03: genau das ist jetzt ungefähr drei Wochen land habe ich das schon gelagert und vorgearbeitet gehabt.
00:33:12: Und wenn man diese Schnittstelle sieht, erkennt man ja also relativ so homogen ist.
00:33:21: Also die sieht man ja...also man sieht ja keine so Unterschiede drin.
00:33:26: Ja!
00:33:26: Also sehr wenig Unterschied da drinnen.
00:33:29: Wenn man das so schneidet, ich hoffe dass es sichtbar ist Man sieht eben diese Schichten.
00:33:36: Ah ja?
00:33:37: So wie
00:33:37: Retterzeit.
00:33:39: Und das ist eben so noch zu jung, zu frisch geschlagen.
00:33:43: Und jetzt eben praktisch diese harte Schicht zieht von dem weiße Schichtherd in der Folchtigkeit und die fangen gerade an so gegenseitig zu verbinden.
00:33:54: Der muss drei Wochen dann?
00:33:56: Die brauche ich nur noch ein paar Tage also drei vier Tage noch.
00:34:00: Danach kann ich ja das kneten und verbinden... ...es etwas schwerer zu sehen.
00:34:21: So!
00:34:22: Dann?
00:34:23: Ja
00:34:24: Die ist jetzt zwar einigermaßen homogen, aber...
00:34:32: Noch nicht homogen genug?
00:34:33: Genau.
00:34:34: Das sind doch nicht perfekt Homogen!
00:34:47: Und bitte verstehen Sie nicht dass diese Technik oder was ich sage an dieser Technik und der Kramik nicht die einzige richtige Antwort ist.
00:34:57: Das ist nicht so.
00:34:59: Es ist nur eine Beispiel.
00:35:00: Ich habe auch sehr viele unterschiedliche Techniken kennengelernt und ich habe das weiterentwickelt für meine Ziele zu erreichen.
00:35:09: Und ich verwende eben diese Steinzeugmasse, deswegen arbeite ich so.
00:35:13: Ich habe diese Elektroscheibe, deshalb arbeite hier so und so.
00:35:17: Und jede Region, jeder Ort, jeder Kultur hat ja ihre eigene Hintergrund und gibt ja deswegen unwahrscheinlich viele unterschiedliche Techniken und
00:35:28: so.".
00:35:29: Deswegen bitte nicht so verstehen, dass das der beste Technik
00:35:33: ist.
00:35:33: Aber das ist deine Technik?
00:35:34: Richtig!
00:35:35: Ziel ist eben diese absolute Homogenität zu bekommen und dafür gibt ja eben sehr viele unterschiedliche Techniken und ich verwende grob gesagt im zwei unterschiedlichen Techniken.
00:35:47: Eins ist so wie Nudelteig zu kneten.
00:35:54: Wenn man es so gut kneten kann, bietet der Ton in sich so Schichten.
00:36:00: Das ist wie in Blätterzeit.
00:36:02: Durch diese Schichtenbildung und zusammenpressen, gepresst zu werden die Meere der Schichten gewinnt eben den Ton in so eine Homogenität.
00:36:10: Und falls zum Beispiel Luftblase oder sowas drin wäre wird er eben daher so rausgedrückt.
00:36:16: Das ist der erste Phase.
00:36:24: auf japanisch sagt man araneri.
00:36:27: Araneri arai heißt grob, neru heisst kned, aranerit grobkned.
00:36:34: Ist das eine japanische Technik?
00:36:36: Es ist auch ein bisschen gemischt.
00:36:40: Mein Meister in Japan hat ja ein bisschen anderes gearbeitet.
00:36:44: Ah, bist du nach Nürtingen dann nochmal nach Japan gegangen?
00:36:47: Genau!
00:36:48: Also zwischendurch, ja.
00:36:50: Ich habe während meiner Studium gerade Zeit genommen für meine Praktikum- und Aufbaustudien in Japan.
00:36:58: Da habe ich dort so unterschiedliche Techniken auch gelehrt.
00:37:04: Sie verbunden mit der... Nürtinger-Technik oder?
00:37:07: Ja,
00:37:08: genau.
00:37:09: Das ist zum Beispiel auch ein Technik was ich in Nürtigen so gerne gelernt habe.
00:37:14: Ein Teil von dem Nürsdinger-Teknik.
00:37:18: Jetzt hab' ich ja so zwei-, dreimal durchgenettet.
00:37:24: mit dieser Technik dann praktisch in sich wird es eben sehr sehr homogen.
00:37:31: Also du drückst ihn solange zu einem Blätterteig bis er eine... Wurst wird.
00:37:36: Genau, man sieht ja keine Schichtenunterschied mehr.
00:37:39: aber wenn man so ein bisschen belastet dann sieht man das da so paar instabile Ställe geben.
00:37:45: Da muss man noch ein bisschen mehr kneten.
00:37:54: Dann drückst du da also dass sie jetzt geschlagen mit deinen Händen zusammen gedrückt während er sich gedreht hat und jetzt drückste von oben rein?
00:38:04: Genau!
00:38:05: Jetzt mache ich eben so einen Zylinder.
00:38:11: Wenn ihr genau wissen wollt, wie das aussieht müsst ihr wohl das Video gucken.
00:38:14: Genau!
00:38:17: So dann fange ich an zu formen.
00:38:29: Ist es ein bisschen wie Magie oder?
00:38:32: Sieht so aus ja fast.
00:38:40: Normalerweise mache ich auch noch ein bisschen sorgfertiger sozusagen.
00:38:51: Das ist eine schnelle Variante.
00:38:53: und was machst du wenn die Form jetzt nicht gelingt, was sie bestimmt jetzt tut?
00:38:57: Abutmachen.
00:38:58: Wieder neu anfangen.
00:39:01: Ja so ist der Schade.
00:39:06: Was wichtig ist, egal ob man schnell dreht oder langsam dreht.
00:39:10: Dass man den Ton so ordentlich behandelt.
00:39:14: und wenn man den ton ordentlich behandelt dann kann man ja eben erkennen dass der stück wirklich so dünn oder weich.
00:39:23: Dann kann man erwarten dass der Stück sogar nach dem durchschneiden so stabil bleibt.
00:39:32: Und die sehr dünweich aber die hat ja so eine ganz guter, so eine physikalische Zustand.
00:39:38: Unten bleibt er stabil sowie diese ganze Form eben stabil gehalten bleibt und oberen Teil wird ja ebenso dünn aber gut balanciert.
00:39:47: So wie man sehen kann gibt es keine Schwachstelle.
00:39:50: Und wenn da keine Schwachtstelle gibt dann dieser Belastung wird überall so hin gut verteilt als physikalisch und dann bleibt den Teil ebenso sehr stabil.
00:39:58: Das ist der eine Grund.
00:40:00: Zweite Grund ist die Zustand von der Masse.
00:40:03: kann ich ja immer noch so belasten, aber bekommt ihr keine Risse.
00:40:07: Das heißt dass der Ton richtig dicht ist und das schaffe ich eben durch Kneten diese Vorbereitungen und gegenseitige Druck zwischen meinen Fingern und somit entsteht ja so eine gut gearbeitete Tonstück.
00:40:20: Und das ist sozusagen der Anfang und das wird er immer weiter weiter weiter gearbeitet.
00:40:24: Keramik hat wirklich sehr viele unterschiedliche Arbeitsphasen und wenn es alles gut geprüft durchgeschafft wird, dann entsteht ja so ein guter Gefäß.
00:40:36: Dankeschön!
00:40:37: Dass wir einen kurzen Einblick und dass du für uns schnell gearbeitet hast.
00:40:42: Benutzt Du Deine eigenen Tassen?
00:40:44: Ja
00:40:45: Bei die Zuhause stehen ganz viele von Deinen eigenen... Viele
00:40:47: misgelungenen Teilen.
00:40:49: Die aber etwas schade ist für wegzuwerfen.
00:40:51: Dann nehme ich nach Hause und benutze mich selbst.
00:40:54: Also nicht alles wird zerstört Sondern
00:40:56: nicht alles.
00:40:57: Sie gebrauchst Gegenstände Zum Beispiel nur so eine kleine Fehler hat und sowas.
00:41:02: Wenn uns ja hier oder bei mir zu Hause?
00:41:05: Wenn unsere Zuckerpräzeln jetzt morgens ihre Kaffeetasse in die Hand nehmen, gibt es was worauf Sie achten können bei der Keramik.
00:41:13: wenn sie sich anschauen?
00:41:15: Zum Beispiel in Deutschland speziell... also Deutschland hatte sehr viele Steingut-Keramikgeschichte.
00:41:22: Also meine ist eben Steinzeugkeramik Geschichte.
00:41:25: Und es gab Früher mindestens sehr viele Steingut-Geschichte, z.B.
00:41:31: Grumentopf oder Backform und Schwaben haben ja sehr viele Kitzaufformen oder diese Backforme und so Hauptaufraufform aus Keramik Und die sind ja alle Steingutt-Keramikgeschichte Wenn sie so
00:41:43: rauer ist.
00:41:44: Rauer
00:41:45: oder etwas niedriggebrannter Kramik, das meines sehr thirteenhundert Grad gebranntes Stein zurück Grammik und Steingut irgendeinem Güterkramik.
00:41:54: Ich verbinde gerade Fachwürde aber.
00:41:57: Normale eben so niedrig gebrannte Grammi Geschichte ist ja unter tausend drei elf hundet Grad gebrandete Grammig.
00:42:04: Und wenn Sie zu Hause Ihre Tasse in der Hand gehabt hat und einfach mal klopfen Dann hören Sie vielleicht den Klang.
00:42:14: Und wenn der Steinzeugkeramik ist, dann klingt es so... Das ist der Steinzeugeramik.
00:42:25: Sehr hochgebrannte Steinzeugekramik.
00:42:27: Steingutkeramic klingt so!
00:42:30: Wie
00:42:31: Holz?
00:42:32: Ja und das ist eben eine ganz interessante Unterschiede.
00:42:36: Ich meine nicht welche besser oder schlechter ist.
00:42:38: Es gibt eben unterschiedliche Materialien geeignete Zwecke.
00:42:44: Z.B.
00:42:45: aus Steinzeug mache ich nie Blumentopf, dann kann der Pflanzen oder die Erde nicht atmen.
00:42:51: Steingutkeramik sind ja niedriger gebrannt, Blumentop ist ja nicht grassiert normalerweise, deswegen der Wasser geht ja hin und her, Luft geht er hin und Her, deswegen kann der Erde atmen und das Pflanzen können ja wohl leben da drin.
00:43:04: Wenn es Steinzeug- oder Glas wäre, der Erde kann nicht atman, dann wird er erstickt den Pflanzen.
00:43:12: Und Backform zum Beispiel kann deswegen ins Backofen reintun, weil der Gefäß selber auch sich dehnen kann.
00:43:19: Die ist ja relativ weich.
00:43:20: gebrannte Keramik und Steinzeugkeramik oder traditionelle Porzellansachen, die kann man nicht in das Ofen reinstecken.
00:43:28: Es gibt ja speziell hohe Hitzbeständiges eben so Geramik- oder Grasgeschichte.
00:43:33: aber normale traditionelle Steinzeugeramik
00:43:35: usw.,
00:43:35: das kann man Aber Steinzeug- oder meine Keramikgeschichte saugt ja kein Wasser, weswegen bleibt er auch immer sauber.
00:43:47: Hygienisch natürlich sehr sauber und stabil ist es auch.
00:43:50: Das ist der Unterschied!
00:43:51: Und das ist eben auch so eine kleine Spaß was man täglich macht.
00:43:55: Haarmein ist ja vielleicht steigend gut?
00:43:56: Oder kann sein dass der Stück schon eine Risse hat.
00:43:59: dann kann man mit der Klänge auch erkennen.
00:44:02: Kenji jetzt schaffen wir es leider nicht mehr ins Museum.
00:44:05: Sehr schade vielleicht müsste mir dafür noch mal wieder kommen Wenn unsere Zuhörerschaft, das schafft vorher ins Museum.
00:44:14: Was ist dein Tipp für die... was sind deine Lieblingsstücke in der Ausstellung?
00:44:19: Also was ich sehr persönlich aber so empfehlen will, ist eben zuerst in der moderne Sammlung eine Naturanflugaschekrassur Geschichte anzuschauen.
00:44:27: Das ist eine Arbeit von der Holzofengeschichte.
00:44:32: dabei ist seine deutsche Keramika auch dabei Uwe Löllmann eine großartige Keramiker Und diese Stücke sind ja alles von den Holzofen gekommen.
00:44:42: Diese Ergebnis, also diese Natur-Ampflugasche Grassur heißt es, ist sozusagen die Ur-Uhr-Originale von allen so hochgebrannten Grassurgeschichten.
00:44:53: Also das ist eine Reaktion zwischen der angeflogenen Holzasche und dem Ton dazwischen unter hohe Temperatur Und das ist sozusagen ein Anfang von den alle hochgebrannten Grasur-Arten.
00:45:07: Noch eine andere Thema, was ich sehr empfehlen kann, weil ich auch in Deutschland bin diese Salzofengeschichte.
00:45:13: Salzbrandgeschichte ist auch eine Spezialität von Europa oder von Deutschland.
00:45:17: Es gibt ja auch immer noch eine Salzkammerofen und da produziert man eben sehr viele unterschiedliche Sachen, Beingefäße, Essigfase und so was Sie sicher in Ihrer Lebensformal gesehen haben.
00:45:33: Und die sind auch ins spezielle Ofensohn gebrannt, ein Salzofen heißt das ist deswegen ein Salzofen weil man wirft ja unter hoher Temperatur.
00:45:41: wenn der ofensrehohe Temperatur erreicht dann wirft man von der Seite von den Ofen her dem Salz rein oder flüssige Salz ebenso da rein also Wasser mit Salz und sowas und dann den Salz dünnstet ab im unter hohen Temperatur.
00:45:56: Und diese Natriuminsalz reagiert ja eben mit der Gastzustand als Gaszustand, reagiert er eben mit dem Ton.
00:46:04: Und dann bildet ihr so eine Grasurschicht und ich empfehle deswegen diese beiden beide... Diese Salzbrandgeschichte ist sozusagen auch die Entwicklung von dieser Naturanflug-Aschegrassau.
00:46:14: Ja.
00:46:14: Diese chemische Phänomen was da eben passiert sind die Beide fast gleich.
00:46:19: Aber eine dieser Natur-Anflug Aschegrasser wenn Sie das sehen werden, diese Grasur schicht ist sehr ungleichenmäßig.
00:46:27: Aber diese Sarazofengeschichte ist deswegen super, weil dieser Natriung-Gas fühlt ja eben in den Ofenraum so komplett voll und deswegen dieses Gas erreicht er überall von dem Gefäß und bekommt den Gefäße deshalb überall den Grasurschicht.
00:46:44: Und das ist eben total spannende Sache!
00:46:48: Eine sieht ja perfekt aus, andere sieht ja asymmetrisch und unperfekt aus.
00:46:52: aber wir Menschen schätzen beides.
00:46:54: Und einem benutzt man ja für die Salzoofengeschichte, wird er für den medizinischen Bereich sehr häufig benutzt oder für Lebensmittelbereich.
00:47:01: Sehr häufig benutzen.
00:47:02: und heute diese Naturanflugaschegrasso-Geschichte wird eher so für ästhetische Gründen eingesetzt.
00:47:09: Danke schön
00:47:11: und bis bald.
00:47:28: Bis bald, tschüss!
Neuer Kommentar