Theater mit der ganzen Stadt?
Shownotes
Was passiert, wenn ein Theater nicht nur für eine Stadt spielt, sondern gemeinsam mit ihren Bewohner*innen entsteht? Im Bandhaus Theater Backnang führen Juliane und Jakob, Jonathan durch ein Haus, in dem professionelle Theaterarbeit und bürgerschaftliches Engagement eng zusammengehören. Im Zentrum steht die Backnanger Bürgerbühne: Menschen aus der Stadt entwickeln, proben und spielen hier gemeinsam – unabhängig davon, ob sie bereits Bühnenerfahrung mitbringen. Beim Rundgang durch das mehr als 400 Jahre alte Bandhaus geht es um die Geschichte und den Alltag des Theaters, um gemeinsames Machen und um die Frage, wem ein Theater eigentlich gehört. Juliane und Jakob erzählen, wie Beteiligung gelingen kann, welche Herausforderungen ein kleines Theater zu bewältigen hat und welche Zukunftspläne sie für das Bandhaus haben. Eine Folge über Theater als Treffpunkt, Werkstatt und öffentlicher Raum – und darüber, was entstehen kann, wenn eine Stadt selbst die Bühne betritt.
Juliane Putzmann hat an der Theaterwerkstatt Heidelberg die Ausbildung zur Theaterpädagogin absolviert und 2013 mit Jasmin Meindl das Bandhaus Theater Backnang gegründet. Seit Oktober 2024 gestaltet sie den Spielplan mit dem Regisseur und Theaterpädagogen Jakob Dambacher-Walesch. Es ist ihr ein Anliegen, Amateurtheaterspieler*innen an literarische Texte heranzuführen und sie für das Bühnengeschehen zu begeistern. Unter ihrer Regie entstanden unter anderem die Stücke »Romeo und Julia«, »Emil und die Detektive«, »Oh, wie schön ist Panama« und das Freilichtstück »Ein Sommernachtstraum«. Sie macht zudem eine Ausbildung zur Logotherapeutin am Institut für Logotherapie und Existenzanalyse Fürstenfeldbruck.
Jakob Dambacher-Walesch ist Veranstaltungskaufmann, Kulturvermittler und Theaterpädagoge. Leitet seit Oktober 2024 gemeinsam mit Juliane Putzmann das Bandhaus Theater Backnang und ist parallel freischaffend, insbesondere mit dem Verein PARTS Collective Stuttgart sowie in anderen Kulturprojekten aktiv. Am Theaterhaus Stuttgart rief er 2013 die Theaterpädagogik und Kulturvermittlung ins Leben und leitete diese bis Ende 2024. Zahlreiche Projekte und Produktionen im Tanz- und Theaterbereich mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen – oftmals im Kollektiv mit anderen Künstler*innen und Kulturvermittler*innen – wurden mit Festivaleinladungen ausgezeichnet (u. a. 2017 Landesamateurtheaterpreis Baden-Württemberg und 2023 Einladung zum Tanztreffen der Jugend in Berlin).
Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo, herzlich willkommen zu kunstundquer.
00:00:02: Meine lieben Zuckerbrezeln!
00:00:03: Wir sind mal wieder für euch unterwegs in der KulturRegion.
00:00:07: Heute sind wir im Backnang.
00:00:08: Man hört es?
00:00:09: Das Fachwerk knistert, die Vögel zwitschern und die Autoreifen glühen in der Hitze des Backnanger Sommers.
00:00:16: Und wir sind heute hier Im Bandhaus Theater Backnang, wo es eine Bürgerbühne gibt.
00:00:22: Und die Bürgerbüne wird von Juliane & Jakob geleitet, kuratiert und betreut. Und mit denen sprechen wir einfach mal! Zuckerbrezeln,
00:00:32: fühlt ihr euch davon angesprochen?
00:00:34: Wir suchen nämlich seit Monaten schon nach einem Namen für unsere Community und wir würden gerne wissen, ob ihr euch davon angesprochen fühlt oder vielleicht lieber anders angesprochen werden wollen würdet.
00:00:44: Wenn ihr Vorschläge habt, dann schreibt sie doch einfach in die Kommentare!
00:00:48: Julian und Jakob, könnt ihr mir noch kurz sagen, wer ihr seid und was hier macht?
00:00:56: Ich bin Juliane und leite das Bandhaustheater zusammen mit...
00:01:01: ..mit mir, Jakob.
00:01:02: Und genau, ich bin seit zwei Jahren hier.
00:01:04: Juliane hat das Haus vor
00:01:07: dreizehn
00:01:08: Jahren gegründet mit einer ehemaligen Kollegin und ich bin dann vor zwei Jahren mit dazugestoßen.
00:01:15: Ist das Bandhaus voll die feste Größe im Backnang inzwischen also?
00:01:20: Ja, kann man schon sagen!
00:01:22: Was ist das Bandhaus?
00:01:25: Wir sind ein Theater mit hundert Plätzen und einer Bürgerbühne.
00:01:31: Also wir haben eine Bürgerbüne gegründet, produzieren jedes Jahr vier Produktionen mit dieser Bürgerbühne und haben einen Spieleplan der jedes Wochenende läuft und noch ergänzt wird durch Gastspiele, Koonzerte, Lesungen – immer wieder haben wir auch Festivals im Programm.
00:01:50: Genau!
00:01:50: Ich glaube das Besondere am Bandhaus Theater ist, dass wir eben fast 80-85 Prozent tatsächlich des Spielplans durch unsere Amateurproduktionen bestreiten und eigentlich diese Gasspiele nur ergänzend sind um den Spielplan noch ein bisschen bunter zu machen.
00:02:14: Aber das einfach ja die Bürgerbühne, das zentrale Instrument und das zentrale Ensemble ist, um dieses Haus zu bespielen.
00:02:25: Was ist eine Bürgerbühne?
00:02:27: Die Bürgerbühne sind Amateurtheaterspieler*innen hier aus dem Ort und aus der Umgebung die ganz viel Zeit hier verbringen Theaterstücke proben und ja nahezu jedes Wochenende hier spielen. Und es gibt für jede Produktion ein eigenes Ensemble.
00:02:45: Also wir haben einen großen Pool an Spielerinnen und Spielern klopfen dann immer ab:
00:02:50: Wer hat wann Zeit?
00:02:51: Und wir setzen dann je nachdem, wie die auf die Sperrtermine sind.
00:02:54: Also es spielen auch immer... Es ist nicht eine Gruppe sondern es ist ein großer Pool eben an Leuten die sich in unterschiedlichen Ensembles und Gruppen zusammen sind.
00:03:03: Genau!
00:03:03: Es ist total spannend weil's einfach eine unglaubliche Breite an Menschen ist die hierher kommen alters gemischt, altes divers von Schülerinnen und Schülern die das parallel zur Schule machen, bis hin
00:03:21: zum Rechtsanwalt.
00:03:22: Zu Lehrerinnen
00:03:26: und Rentnerinnen, die dann hier teilweise auch erst im Rentenalter anfangen zu spielen.
00:03:31: Habt ihr, bevor ich euch erlöse und wir aus der sängenden Mittagshitze ins hoffentlich kühle Bandhaus gehen,
00:03:41: Juliane, wie ist denn damals die Idee entstanden das Bandhaus überhaupt zu gründen?
00:03:48: Wie ist es passiert?
00:03:49: Ja.
00:03:51: Die Jasmin, also gute Freundin von mir mit der ich das Theater auch gegründet habe, Jasmin Meindl.
00:03:55: Jasmin und ich waren in Heidelberg und haben da Ausbildung gemacht zur Theaterpädagogin und dann wurde dieser Raum ausgeschrieben, diese Spielstätte.
00:04:04: Diese Ausschreibung ist irgendwie unser Postfach gelandet und das war ganz simpel:
00:04:09: Das waren fünf Zeilen, Spielstädte zu vergeben, Konzepte einreichen, sagen wie viel Geld man gerne hätte.
00:04:14: Und dann haben wir irgendwie gedacht so es wäre richtig cool wenn wir uns unser eigenes Theater hätten.
00:04:19: Dann hat der Gedanke nicht mehr losgelassen und wir haben uns da ziemlich dran fest gebissen.
00:04:25: Um uns herum haben viele schon immer gesagt geht's stressig.
00:04:28: Wir waren auch in einer Prüfungsphase und sind hierher gefahren und haben uns vorgestellt verschiedene Akteure hier kennengelernt von dem hier ansässigen Verein und Bürgermeistern, Kulturamtsleiter.
00:04:40: Aha!
00:04:40: Und dann wurden wir tatsächlich vom Gemeinderat gewählt und waren dann doch auch sehr überrascht, dass das bekannt hat.
00:04:48: Wir sind dann kurz auch erschrocken weil wir dachten, okay was haben wir gemacht?
00:04:52: Jetzt haben wir einen Theater!
00:04:53: Jetzt haben wir plötzlich ein Theater, wir sind da einfach auch sehr naiv und idealistisch an das Ganze rangegangen und sind dann hier gelandet.
00:05:03: Ja,
00:05:03: hat sich gelohnt oder?
00:05:04: Hat sich gelohnt!
00:05:05: Okay.
00:05:06: Und wie kam es, dass ihr beide hier arbeitet?
00:05:08: Oder wie kam's, das ihr zusammen in den Laden jetzt schmeißt?
00:05:12: Ja, im Jahr ist es im Jahr zwei Tausend vierundzwanzig, hat Jasmin beschlossen, dass sie weiterzieht und dann stand für mich so die Frage im Raum mache ich das ganze alleine weiter?
00:05:24: Kann ich das?
00:05:25: Traue ich mir das zu und habe dann beschlossen ja, trau ich mir zu.
00:05:29: Und dann kam eine E-Mail von Jakob.
00:05:32: Genau, da hab' ich mich sehr gefreut!
00:05:34:
00:05:34: Ihr kanntet euch schon?
00:05:35: Nee, wir kannten uns nicht... Ich bin tatsächlich über einen ehemaligen Kollegen von hier der am Theaterhaus in Stuttgart mit mir gearbeitet hat.
00:05:45: Bin ich hier drauf gestoßen worden und er hat gesagt, hey guck dir das doch mal an, das ist spannend.
00:05:52: Und dann habe ich einfach irgendwann Kontakt aufgenommen.
00:05:55: Wir haben uns zusammengesetzt, hatten mehrere stundenlange Gespräche, wo wir uns wirklich toll ausgetauscht haben und gleich festgestellt haben dass wir glaube ich ein sehr ähnliches Verständnis von Theaterpädagogik haben.
00:06:11: Von dem was wir gerne vermitteln und den Menschen mitgeben wollen.
00:06:16: Wir haben dann auch festgestellt, dass wir auf der gleichen Theaterpädagogikakademie waren zu unterschiedlichen Zeiten.
00:06:24: Aber das wir ja da in die gleiche Ausbildung haben und ich glaube es war einfach eine gute Basis um darauf dann zu sagen hey wir probieren das und steig hier mit ein.
00:06:36: Das war irgendwie ne sehr glückliche Fügung damals.
00:06:39: Cool!
00:06:41: Dann gehen wir mal rein.
00:06:44: Genau kommt doch mit! Als wir das Theater hier öffnet haben, also wir haben hundert Plätze und damals war es ja so ein Variete Theater wo man auch gegessen hat im Zuschauerraum.
00:06:54: Da gab's kleine Tische und diese ganze Tribüne ging bis kurz vor die Zwischentüre.
00:07:01: Also es gab gar kein Foyer.
00:07:03: Es gab hier nur einen Gang.
00:07:04: Und es war für die Jasmine nämlich ganz klar, dass wir Foyers brauchen, wo man zusammen sitzt und weintringt und sie unterhält.
00:07:10: Und wir haben das Ganze dann praktisch verkleinert bzw.
00:07:14: sehr viel verkleinert, haben wir es nicht weil es diese Tische ja nicht mehr gibt.
00:07:17: Es gibt immer noch hundert Plätze und haben aber dieses Foyer gewonnen was ich schon einfach einen ganz wichtigen Teil des Diaters auch finde wo man zusammenkommt.
00:07:26: hier finden unsere Premiere-Feiern statt und unsere Weihnachtsfeierbesprechungen, Leseproben.
00:07:32: Das ist so ein Ort in dem wir gerne sind.
00:07:35: Ihr habt jetzt nicht nur Leute, die hierher kommen um Theater zu spielen sondern es gibt auch einfach Leute die herkommen um beim Theater mitzuhelfen.
00:07:44: Also zum Beispiel die Bar zu bauen oder das Wohnzimmer zu gestalten?
00:07:49: Ja also dieses Theater funktioniert nicht ohne Ehrenamtliche.
00:07:53: unsere ehrenamtlichen sind Teil des Bühnenbildteams heißt sie bauen das Bühnebild mit sind im Kostüm mit beteiligt.
00:08:01: Wir müssen gezwungenermaßen immer relativ wenig durch Hauptamtliche oder Honorarkräfte machen und bestreiten einfach wahnsinnig viel über Ehrenamtliche.
00:08:14: Sehr schön, also es ist nicht so dass alle die herkommen eigentlich lieber auf der Bühne stehen würden wollen sondern kommen wirklich hier und haben einfach lusten Maske zu machen?
00:08:23: Ja wir haben mittlerweile sagen das gar nicht mehr mit Anwälte, weil wir schon soviel Helper haben.
00:08:27: ich habe früher vor den Veranstaltungen wir begrüßen das Publikum immer mal eine kleine Einführung Und da habe ich immer gesagt, wenn Sie Lust haben mitzumachen und sich zu beteiligen.
00:08:35: Wir finden für jeden das passende Ehrenamt.
00:08:38: Da haben sich echt immer mehr gemeldet mittlerweile eben sag' ich's gar nicht mehr dazu.
00:08:45: Das Schöne am Theater ist man kann einfach alles gebrauchen!
00:08:48: Wir können Schreiner gebrauchten, wir können jemanden gebraucht, der unseren Kuchen backt oder was fürs Prämierenbefehl bereitstellt... ...oder die Kostüme sortiert, eben künstlerisch mit tätig ist.
00:08:59: also das ist ja das tolle Ammen im Theater so einen Raum, mit dem irgendwie alles auch benötigt wird.
00:09:04: Da tropft auch mal ein Wasserhahn, den jemand irgendwie reparieren kann
00:09:09: oder man muss irgendwas an der EDV machen und ja technisch begabte Menschen sind hier in der Veranstaltungstechnik tätig.
00:09:20: also genau das ist wirklich egal welcher Profession die Leute nachgehen.
00:09:25: wir finden hier Möglichkeiten sie unterzubringen.
00:09:30: Was glaubt ihr, wieso so viele kommen?
00:09:34: Also was der Grund ist.
00:09:36: Wieso so viel Leute Lust haben mitzumachen?
00:09:38: Ich glaube schon dass es die Atmosphäre hier ist.
00:09:40: also sie kommen dann oh sie werden schön dann gefällt ihnen vielleicht auch das Stück was wir zeigen und sehen.
00:09:47: auch a da hilft jemand hinter der Theke A wir bedanken uns beim Müllenbild Team A da spielen Menschen aus dem Ort hier Theater Und ich glaube es ist schon über die Wohlfühle Atmosphäre, ich glaube, ich möchte mich nirgendwo beteiligen wo ich mich nicht wohlfühle.
00:10:01: Also da so ein Ort zu haben, wo wir sehen werden, wo ich Selbstwirksamkeit erlebe, wo man in der Gemeinschaft ist wird ganz unterschiedlichen Generationen auch also ich glaub das schon
00:10:13: Ja und vielleicht auch nochmal eine andere Form von Wertschätzung erfährt.
00:10:17: Also klar die Leute auf der Bühne spielen, die kriegen diese Wertschättung in Form von Applaus.
00:10:24: aber genau wir versuchen dann natürlich immer all die Ehrenamtlichen, die im Hintergrund mitarbeiten.
00:10:30: Wirklich den auch immer wieder klar zu machen hey ohne euch läuft es nicht hier.
00:10:36: also wir brauchen euch.
00:10:37: Du
00:10:37: meintest am Anfang hast du noch auf der Bühne angesagt.
00:10:41: wir können jeden jede gebrauchen.
00:10:45: das heißt es war am Anfang noch nicht ganz so viel los.
00:10:48: Also unser Konzept damals als wir das Theater öffnet haben Jesmin und ich War das schon immer der Ansatz, alle Beteiligungen mit ins Boot zu nehmen?
00:10:56: Wir haben aber ganz vieles selber gemacht.
00:10:59: Haben uns da glaube ich auch oft so irgendwie verausgabt und sowas muss auch wachsen.
00:11:03: Also ich bin jetzt dreizehn Jahre hier und es wächst ja auch mit der Verbindlichkeit, man lernt sich kennen, es entstehen auch Freundschaften.
00:11:10: Das zieht dann wiederum Kreise.
00:11:12: mittlerweile sind hier Leute mit beteiligt.
00:11:14: die kenne ich als Kinder aus dem Kinderkurs noch.
00:11:16: also das ist echt irgendwie verrückt.
00:11:19: Als Yasmin dann gesagt hat, sie geht und ich auch unsicher war.
00:11:22: Okay, mache ich jetzt alleine weiter?
00:11:24: Schaffe ich das?
00:11:26: Wir haben einen Verein gegründet und der Verein wurde so stark wie nie in dem Moment als Yasmin sagt, dass sie geht.
00:11:32: Weil die einfach gemerkt haben, alleine schaff' ich es nicht!
00:11:34: Wenn Sie sich jetzt nicht mit anziehen, wenn Sie mich mit anpacken, dann funktioniert's nicht.
00:11:37: Und dann hört es vielleicht auf?
00:11:39: Dann hört es ja vielleicht auf.
00:11:42: Ja... Das ist schon ... Wenn so ein Gedanke mal irgendwie aufkam, ob es weitergeht, dann sieht man bei allen sofort so Das wäre glaube ich wirklich schlimm für ganz viele Menschen, wenn es hier irgendwie ja nicht mehr wäre.
00:11:52: Und dann hat das Ehrenamt jetzt einfach ganz stark geworden.
00:11:55: in den letzten zwei drei Jahren also davor gab's schon auch.
00:11:59: aber jetzt haben wir eine ganz feste Gruppe die immer am Dienstag kommt vor allem Rentner und Rentner die aber noch sehr ristig sind.
00:12:07: dürfen wir sagen wie sie heißen?
00:12:11: Die haben es mir nicht den Namen der Person,
00:12:13: sondern
00:12:14: die Gruppe hat sich selber so genannt.
00:12:16: Das sind die Kruftis, das ist die Grupti-Gruppe.
00:12:19: Witzigerweise hat er jüngst in der Gruppe die Grupe so genannt.
00:12:21: wie ein bisschen älter sind finde ich das nicht so gut.
00:12:24: aber die Gruftis kommen jeden Dienstag und sind aber auch sonst wenn wir sie anrufen.
00:12:29: gestern haben wir noch mal geschrieben hat irgendjemand Zeit.
00:12:32: Ich dachte, zehn Minuten später stand der Friedrich hier und hat mitgeholfen.
00:12:35: Also das ist großartig!
00:12:36: Also die sind so der harte Kern?
00:12:38: Die sind
00:12:38: so den harten Kern genau und koordinieren jetzt mittlerweile auch einfach Dinge schon auch mit.
00:12:44: Ja und es ist für uns... also es ist einfach toll zu wissen jeden Dienstag wir können Aufgaben sammeln und dann werden diese Aufgaben mit erledigt.
00:12:51: sonst wir haben einfach kein großes fest angestelltes Team.
00:12:55: Das würde dann auch an uns mithängen
00:12:57: Genau und dass da einfach viele Leute gerne dann hierher kommen, sich die Kinderstücke mit den Kindern angucken.
00:13:04: Ich habe jetzt so ein bisschen die Jugendschiene mit reingebracht weil ich gerne einfach in den letzten Jahren einfach viel mit Jugendlichen auch gearbeitet hab und weil mir das anliegen ist Jugendliche fürs Theater zu begeistern.
00:13:18: Dann haben wir Erwachsenenstücke, die auch in ganz unterschiedliche Richtungen gehen eben Klassiker, moderne Stücke ...
00:13:26: Komödien?
00:13:28: Jakob, du hast gemeint dass es dir in Anlegen ist mit Jugendlichen zu arbeiten.
00:13:32: Wieso gerade mit Jugendlich?
00:13:36: Ich glaube zum einen weil viele Jugendliche noch nicht mit Theater in Berührung gekommen sind.
00:13:42: ich glaube eigentlich das der Ansatz sein müsste jedes Kind mit Theater Inberührung zu bringen einfach um diese Option überhaupt aufzuzeigen.
00:13:51: Das kann was sein womit ich mich beschäftigen kann.
00:13:54: In der Pubertät, in den Jugend macht man irgendwie ganz viel durch als Persönlichkeit, Persönlichkeitsentwicklung.
00:14:00: Und das auf der Bühne ausleben zu dürfen und sich da zeigen zu dürfen ist für ganz viele Jugendliche ein wahnsinniges Erlebnis von Selbstwirksamkeit, Selbstermächtigung.
00:14:16: Ich finde es unglaublich spannend was für eine tolle Energienjugendliche manchmal haben.
00:14:24: Ja, das kann manchmal auch anstrengend sein und irgendwie unbändig.
00:14:30: Aber ich finde es total spannend, das in eine Form zu bringen und gerade eigentlich diese Energie die manchmal so ein bisschen ungezügelt sein kann zum Nutzen auf der Bühne.
00:14:44: Ab einem gewissen Alter steht man dann ja manchmal aus Verständnis los an der einen oder anderen Stelle für Jugendtrends... Da, aber sich damit zu konfrontieren und sagen hey ich will wissen warum ist es für euch jetzt gerade so spannend?
00:15:00: Das finde ich total
00:15:02: gut.
00:15:02: Finde ich auch einfach ein Mehrwert
00:15:04: Ja und hält einen irgendwie auch wach Für Entwicklungen.
00:15:08: Wir können auch mal weitergehen wir können auch noch mal uns auch noch mehr zeigen wohin am besten jetzt von hier aus vom foyer
00:15:16: das ist unsere bühne und die haben eben keine keine besonders hohe, keinen hohen Bühnenraum und auch keine Gassen.
00:15:26: Auch kein wirkliches Backstage.
00:15:28: also es ist schon ein bisschen eine Kleinkunstbühne auf der aber dann doch unglaublich viele Geschichten erzählt werden können.
00:15:38: Also ich bin selber immer wieder überrascht was alles möglich ist auf so einem kleinen Raum.
00:15:43: ja.
00:15:45: Ja und wie viel...also wie divers von ein Mannstücken oder Duos, die hier spielen bis hin zu.
00:15:55: Ich habe es vorhin schon gesagt also jetzt mein letztes Ensemble waren dreizehn Personen auf der Bühne.
00:16:00: da wird's dann schon kuschelig aber wir kriegen das irgendwie immer wieder ganz gut hin und wir bespielen auch nicht nur den... ...die Bühnen als Bühner haben sondern wir nutzen auch immer wieder die unterschiedlichen Aufgänge durchs Publikum.
00:16:19: Ich glaube, wir finden da immer wieder ganz gute Möglichkeiten da alles rauszuholen was möglich ist.
00:16:25: Ich glaube das ist ein bisschen so ein Grundprinzip des Bandhaustheaters und auf ganz vielen Ebenen ist die Not ja auch erfinderisch macht.
00:16:32: also sei es jetzt oh Gott das sind nicht genug Gelder oder ist es eben auch wenig Raum da?
00:16:36: Oder die Bühnenbilder müssen immer schnell auf- und abbaubar sein oder mehrfach verwendbar.
00:16:41: Also daher raus entstehen oft so tolle kreative Lösungen dass ich mich manchmal frage wenn man alles hätte und alles könnte.
00:16:50: Ich weiß gar nicht, ob wir da dann immer drauf
00:16:51: kämen.".
00:16:51: Und das Publikum, glaube ich, liebt es auch zu sehen.
00:16:55: aber wie haben sie das jetzt gelöst?
00:16:56: Ja, das ist interessant!
00:16:57: Das ist irgendwie mit so einfachen Mitteln.
00:17:01: Das eindruppt die Leute dann auch mit.
00:17:04: Wer ist der durchschnittliche Bandhaus-Bürgerbühnenbespieler in... wer steht hier normalerweise?
00:17:14: Der
00:17:14: Durchschnittliche?!
00:17:16: Doch genau das gibt's hier nicht.
00:17:19: Ja, ich glaube es ist unglaublich schwer zu sagen, wer so der Durchschnittsspieler innen ist weil wir wie gesagt eine ganz große Vielfalt an Menschen auf der Bühne haben von sechzehn-sebzehnjährigen Schülerinnen... Dreizehnt
00:17:38: die jetzt die Mathilde?
00:17:40: Richtig!
00:17:42: Ja, bis hin zu Menschen mit der Siebzig Anfang Achtzig.
00:17:49: Menschen die das erste Mal auf der Bühne stehen oder als erstes mal in so einer Produktion auf der bühne sind.
00:17:55: Menschen, die seit Jahren hier mitspielen.
00:17:59: Menschen ,die schon an unterschiedlichen Produktionen mitgewirkt haben oder auch an unterschiedlichem Häusern mitgewirkten.
00:18:07: Menschen mit Handicap auch?
00:18:09: Wir haben den inklusiven Theaterkurs.
00:18:11: drei Jahre jetzt hier auch mit.
00:18:15: Und dann aber auch viele junge Menschen, die so ein bisschen am Sprung zu einer möglichen Schauspielkarriere sind, die sich auf Schauspilschulen bewerben.
00:18:24: Da haben wir wirklich schon einige gehabt, die diesen Weg angegangen sind.
00:18:32: Wer
00:18:32: schreibt jetzt nicht zusammen mit den beteiligten Stücke?
00:18:36: Oder passiert das schon auch?
00:18:38: Das hat sich jetzt schon auch, gerade bei der jüngsten Produktion habe ich eben diese Stückeentwicklung mit den dreizehn Männern gemeinsam gemacht.
00:18:45: Das heißt wir haben wirklich ... Bei meiner Grundidee befassen uns mal mit uns Männern und mit unseren Themen die uns beschäftigen oder wie uns grade gesellschaftlich auch beschäftigen zum Thema Männer und Mann sein.
00:19:04: Und daraus ist ganz viel entstanden in ganz, ganz unterschiedliche Richtungen.
00:19:09: Genau und wir haben über Improvisationen, über Schreibwerkstätten das heißt die Männer haben sich hingesetzt.
00:19:14: ich habe gesagt schreibt mal zu diesem Thema einfach frei von der Seele raus oder schreibt irgendwie Erinnerungen aus eurer Biografie auf.
00:19:23: und genau haben daraus dann ein Stück entwickelt was sich mit ja insbesondere mit den dreizehn Männern die da auf der Bühne stehen aber auch so'n bisschen mit Mannsein heute zu Tage beschäftigt.
00:19:37: Aber
00:19:38: schon Ihren Themen auch?
00:19:39: Ja,
00:19:39: sehr!
00:19:40: Sehr persönlich und individuell.
00:19:43: Wenn ihr jetzt viel participatorisch arbeitet und mitmacht und alle dürfen dabei sein und ihren Senf dazu geben, stoßt sie da auch an die Grenzen irgendwann von wieviel kann man mitmachen und ab wann müsst ihr dann als Leitung auch sagen hey so das müssen wir übernehmen.
00:20:04: Also manchmal komme ich so an einen Punkt, wo ich denke, jetzt kommt jemand mit einem Thema.
00:20:11: Da kann ich mithühlen und kann irgendwie beteiligt sein aber es ist nicht der richtige Raum und Rahmen das zu lösen.
00:20:20: Das ist weder meine Aufgabe als die Aufgabe in der Gruppe und das spreche ich dann noch an.
00:20:25: Dann sage ich auch, das ist kein therapeutisches Setting hier sondern wir sind Theaterpädagogen und wir haben ja doch immer ein Produkt am Ende muss rauskommen, für das wir auch Eintritt nehmen.
00:20:36: Diesen Rahmen den wir schaffen, auch für unsere Mitspielenden und ihnen ganz klar zeigen ihr dürft hier selber sein.
00:20:42: Ihr dürft euch hier persönlich verletzlich zeigen und wir berücksichtigen.
00:20:48: Und trotzdem haben wir einen professionell funktionierenden Betrieb.
00:20:52: Ich glaube dass diese Klarheit und Transparenz total hilft allen zu wissen okay ich kann hier hinkommen ... nicht in einer guten persönlichen Verfassung bin.
00:21:04: Und wenn es mir so schlecht geht, dass ich wieder gehen muss, dann ist das auch okay.
00:21:08: Ja und ich glaube diese... Da haben wir jetzt ja auch in den letzten zwei Jahren immer wieder so Momente gehabt wo wir abstecken mussten.
00:21:15: So hey!
00:21:17: Wir müssen einfach irgendwie diesen Betrieb auch gewährleisten,... ...und andererseits sind wir natürlich auf alle angewiesen die hier mitmachen... ...und wollen auch, dass sie sich hier wohl fühlen.
00:21:28: Das funktioniert tatsächlich ganz gut.
00:21:31: Habt ihr noch mehr zu zeigen vom Haus?
00:21:33: Also eigentlich... Wir waren noch nicht backstage,
00:21:35: wir waren auch noch nicht oben, wir war noch nögen zwar eigentlich und wir reden schon die ganze Zeit!
00:21:39: Wir laufen jetzt über die Bühne und einmal den Gang, den eigentlich unsere Schauspieler denn machen direkt backstage.
00:21:47: Der Bühnen hinter dem Vorhang ist eine versteckte Tür.
00:21:50: Das ist
00:21:51: unsere Garderobe.
00:21:52: Sie ist ja vielleicht, weil sie nicht sieben Meter lang und vier Meter breit ungefähr.
00:21:59: Hier gibt es auch noch ein kleines Bad eine Toilette und es wird auch noch ziemlich vieles gelagert ins Gefühl, viele Schminke und einen Schwingschmiegel.
00:22:09: Genau!
00:22:09: Und hier ziehen sich manchmal bis zu siebzehn Leute
00:22:13: um.
00:22:14: Okay,
00:22:15: dementsprechend ist die Bezeichnung dieser Raum groß relativ.
00:22:18: Ja und dann ist der Raum auf einmal wesentlich kleiner geworden.
00:22:21: Ja.
00:22:23: Genau.
00:22:23: Zehn Leute.
00:22:24: Man muss aber dazu sagen man kann hier noch durch eine weitere Türe über einen Gang, der hinter der Bühne verläuft nach oben in den Hof.
00:22:34: Aha!
00:22:34: Genau
00:22:35: Das ist der darstellenden Eingang praktisch?
00:22:40: Ja, das entzerrt sich dann so.
00:22:41: Also wir haben immer eine Stunde vorher Eindachs oder bei den Kinderstücken eine halbe Stunde und die Darsteller sitzen da draußen auf der Treppe oder oben im Hof.
00:22:53: Genau!
00:22:54: Können wir nachher auch noch mal hochgucken?
00:22:56: Denn da ist noch ein besonderer Raum und zwar der saukohle Raum.
00:23:00: Der saukuhle
00:23:00: Raum?!
00:23:01: Okay ich bin sowas von dabei los, los!
00:23:05: Geh rechts
00:23:06: nach Puder.
00:23:07: Jetzt hast du Erwartungen geweckt.
00:23:10: Hier ist es sehr warm, das ist der Heizungskeller?
00:23:13: Auch!
00:23:14: Ja aber ich glaube diese Wärme kommt eher von draußen und von oben.
00:23:20: Ich habe vergessen wie warm es draußen ist.
00:23:22: Eigentlich ganz geil in einem Gebäubeteller zu kommen.
00:23:25: Genau.
00:23:26: Und hier findet eine Ausnetzeit
00:23:27: statt oder so.
00:23:28: Guck
00:23:29: mal herz' sich doch die Nudeln
00:23:31: immer aufzubauen.
00:23:32: Genau also das hier ist der saukohle Raum.
00:23:35: Der Saukohleraum ist sehr gut klein.
00:23:38: Das wäre
00:23:38: ziemlich klein und den aus dem heraus bewirten wir, wenn Straßenfest ist.
00:23:45: und zu unserer Sommerbar.
00:23:47: Nee?
00:23:49: Ach nicht hier!
00:23:57: Was war die Frage?
00:23:59: Dass hier ja immer wieder Hochzeiten stattfinden, wo die normalerweise sind... Jetzt läuft sich gerade eine riesen Hochzeitsgesellschaft in sucht.
00:24:08: Ich war besucht.
00:24:08: Es war zu feiern!
00:24:10: Okay, der Saukuleraum ist ein Saukuleraum weil?
00:24:15: Weil... Das kann man gar nicht sagen.
00:24:17: Also der Name hat sich irgendwann mal etabliert eigentlich.
00:24:19: also wenn wir Straßen fest haben das ist im Backnacht so die fünfte Jahreszeit hier flippen alle aus.
00:24:23: Also wenn das vier Tage hier die ganze Stadt belebt und wir haben einen wunderwunderschönen Stand hier draußen.
00:24:29: Ist eigentlich wirklich schön, es können
00:24:30: mich auch noch angucken.
00:24:31: Guck mir doch mal raus.
00:24:33: Ist das euer Stand?
00:24:35: So sieht das dann aus
00:24:36: ja?!
00:24:37: Wir klappen dann diese zwei Fenster hier auf und es gibt so ein Brett, was reingelegt wird.
00:24:43: Und Tafeln und überall stehen dann Blumen und Pflanzen herum und die ganzen Möbel von unten also die Sofas auch.
00:24:49: Die Sessel stehen dann in diesen Nischen und dieser ganze Platz ist belebt, was echt wunderschön ist.
00:24:55: Vor ich weiß nicht zwölf Jahren saßen wir mal hier bisschen deprimiert und das hat geregnet.
00:24:59: Kein Mensch war da.
00:25:01: Hier ist Mino und ich unter David und dann habe ich irgendwann gesagt Es ist einfach ein sauer cooler Raum.
00:25:07: Das war's so!
00:25:09: Und selbst unsere Reinigungskraft schreibt immer, liebe Frau Putzmann, ich reinige heute noch den saukohlen Raum.
00:25:14: Also der hat sich richtig durchgesetzt, dieser Name!
00:25:17: Sehr cool, ja... Okay aber hier ist nicht die Freilichtbühne, sondern
00:25:21: da können wir jetzt hingehen oder?
00:25:23: Sollen
00:25:23: wir direkt hingehen?
00:25:25: Dann haben wir die Garderobe gesprungen
00:25:27: und dann gehen wir erst in die Gardarobe.
00:25:29: Mehrere künstliche Weihnachtsbäume.
00:25:32: Das ist einer, er ist auseinandergesteckt, deswegen macht das den Eindruck, dass hierin es mehrere... Das ist für unser Stück, das sich Acht Frauen nennt.
00:25:40: Das war so ein ganz bekannter Film auch gewesen.
00:25:43: Eine französische Kriminalkomödie, acht Frauen und das zeigen wir seit letztes Jahr Herbst.
00:25:50: Und es ist einfach immer ausverkauft.
00:25:55: Was echt schön ist!
00:25:56: Und diese
00:25:57: dicke Krone mit der Perücke?
00:25:59: Das ist von Leaus & Lena eine Produktion die wir gerade noch spielen.
00:26:03: Das ist die Krone des Königs.
00:26:05: Das ist ganz cool, weil die ist so aus Schaumstoff.
00:26:08: Und das Bühnenbild von Leon Sondina sieht man nachher oben im Büro auch noch besteht komplett aus Schаumstoff-Resten der Bühnensbilder.
00:26:15: So ein Backmanger Künstler und seine Frau bezieht Polster... Also macht die Polster von Möbeln neu.
00:26:22: Und es waren die ganzen Abfälle.
00:26:24: Das ganze Bühnebild des diesen Abfällen entstanden und passt einfach super zum Stück her.
00:26:30: Was sind diese Kutten hier?
00:26:33: Die sind von den Turmblasern.
00:26:35: Ah,
00:26:35: von dem Backneucher-Turmbläsern?
00:26:37: Genau!
00:26:37: Ähm... die wirfen ihre Kostüme bei uns lagern und spielen jeden
00:26:51: Sonntag um neun Uhr da oben auf dem Turm in vollem Kostüm.
00:26:56: Und zwar alle vier Himmelsrichtungen.
00:27:01: Ich bin hier hergezogen, da haben wir drüben im Haus gewohnt.
00:27:04: Und immer am Sonntag um neun dachte ich was geht ab!
00:27:06: Was
00:27:07: ist jetzt hier los?
00:27:09: Also wir laufen jetzt hier auf den Freithof.
00:27:11: Der heißt Freitauf weil es früher ein Friedhofer war.
00:27:14: Wir sind auch noch in Beine drunter deswegen darf ja eigentlich kein Auto reinfahren.
00:27:18: und hier ist sie sehr sehr schöne große neu sanierte Stiftskirche Und die diente uns auch als Kulisse beim Sommernachtstraum.
00:27:29: Also man sieht hier ganz lange Treppe empor, es gibt einen Eingang noch eine weitere Treppe verschiedene Ebenen und wir bauen dann hier alle zehn Meter, zehn mal vier Meter große Bühne in diese Nische noch mit rein.
00:27:45: also wir bespielen praktisch diese Bühnen, die wir aufbauen und alle Ebenenden und Treppen, die die Kirche noch hergibt wo die Vierhundert Zuschauerinnen und Zuschauer sitzen dann hier in drei Blöcken.
00:27:56: Und die Orchesterbühne befindet sich dann in dieser Nische überdacht, weil die Musiker ja immer überdachts sein müssen.
00:28:03: Was ist dieses Backsteingebäude da auf der anderen?
00:28:07: Ist das die andere Seite von der Morden?
00:28:09: Ich sehe die Murga.
00:28:12: Ja, die Mur sieht man hier kaum.
00:28:14: Das ist ein kleinerer Fluss und diese sehr schöne Backsteingebäude.
00:28:20: Früher war Backnang eine Gerberstadt also hier würde ganz viel Leder produziert und deswegen heißt dieser Platz da unten auch Bleichwiese.
00:28:30: Da wurde das wohl gebleicht.
00:28:32: Und dann in die Moor gekippt?
00:28:33: Ja, tatsächlich ist es immer noch ein Riesenproblem an manchen Ecken oder ich weiß nicht ob mittlerweile nicht mehr aber das war noch der letzten Jahrzehnte den Problem weil ganz viel Altlasten im Untergrund einfach beseitigt werden mussten.
00:28:46: Was noch was leichtes zum Abschluss habt ihr den Eindruck dass die Art von Theater die ihr macht Die Bürgerbühne, dass das auch gerade jetzt politisch relevant und wichtig ist für die Stadtgesellschaft.
00:29:03: Für Leute an sich, dass es diese Orte gibt wie das Bandhaus?
00:29:13: Ja ich glaube Theater war schon immer politisch und muss den Anspruch haben politisch zu sein und relevant zu sein.
00:29:23: Einerseits glaube ich, ist es unglaublich schwierig wenn man gerade so ein bisschen auf die politische Landschaft schaut.
00:29:31: Unglaublich schwierig trotzdem einen wirklichen Diskurs herzustellen mit allen und alle einzubinden weil wir erleben das im Theater dass wir nur in bestimmten bestimmtes Publikum erreichen und große Teile der Gesellschaft und da decken wir vielleicht mit unserer Bürgerbühne noch ein breitere breitere Schicht der Gesellschaft ab, weil wir eben über die Bürgerbühne ganz viele Leute mit einbinden.
00:30:05: Aber ich glaube tatsächlich, die Menschen zu erreichen, mit denen man eigentlich den Diskurs führen müsste ist unglaublich schwierig und dafür muss man eigentlich noch viel mehr rausgehen aus den Institutionen und ja auf die Straße gehen und da die Leute ansprechen konfrontieren, mit den Leuten in einen Diskurs gehen.
00:30:27: Und andererseits finde ich es total spannend, was man auf so einer Bühne alles verhandeln kann und worüber man künstlerisch oder in einem künstlerschen Rahmen sprechen kann ohne jetzt den erhobenen Zeigefinger da irgendwie zu präsentieren.
00:30:43: Oder ohne irgendjemanden zu verurteilen sondern einfach Dinge zu zeigen und den Leuten auch ein bisschen... die Freiheit zu geben, sich selber eine Meinung zu bilden.
00:30:54: Und da kann Theater glaube ich wahnsinnig viel.
00:30:58: und trotzdem würde ich mir wünschen dass wir einfach mehr Menschen noch erreichen.
00:31:06: Ich glaube ein ganz großer Wert liegt auch darin das wie im Theater ja auch immer Diskussion führen müssen, also auch untereinander.
00:31:14: Oder eine Meinung haben und dann merken okay aber es gibt noch eine andere Meinung.
00:31:18: Also wir üben ja auch miteinander in der Gruppe zu diskutieren und ein Verständnis für das gegenüberzuhaben einen anderen Standpunkt einzunehmen.
00:31:27: Und ich hoffe immer dass sie das dann, weil ich glaube die Bevölkerungsgruppen die wir uns wünschen werden wir oft vielleicht auch niemals erreichen.
00:31:34: Aber vielleicht schaffen wir's des Menschen die bei uns mit aktiv sind Mitnehmen, ah okay ich kann auch einen Schritt zurückgehen.
00:31:41: Okay ich kann mich versuchen hinein zu versetzen Ich kann nicht alles abbrechen sondern versuchen wieder irgendeine Brücke zu bauen.
00:31:48: Also das lehrt uns ja auch die Literatur Die Stoffe immer wieder auf Brücken zu bauen aufeinander zuzugehen.
00:31:54: wir sind alle Menschen.
00:31:55: also Ich hoffe immer dass das auch mitgenommen wird.
00:31:59: so eine Kommunikationsfähigkeit.
00:32:05: Und unser Spielzeitmotto, unsere Neues lautet gehen wir mal vom Besten aus.
00:32:10: Also
00:32:10: das
00:32:10: ist
00:32:11: für uns ja auch Theater immer ein Ort irgendwie auch der Utopie einen Ort der Möglichkeiten aufzeigt und ein Ort des Weitermachens, des Weiterdenkens, dessnachtenkens und auch Vordenkens also nicht destruktiv zu sein sondern immer konstruktiv to sein.
00:32:27: wie kann es weitergehen?
00:32:28: Und auch nicht nur anzuklagen was bringt's genau
00:32:34: schön?
00:32:35: Zum Abschluss nochmal.
00:32:37: Ihr
00:32:39: könnt für mich einen Satz vervollständigen und ihr kanntet diesen Satz vorher, ihr seid darauf vorbereitet?
00:32:45: Ihr habt mir was
00:32:46: vorbereitet?!
00:32:47: Der Satz geht folgendermaßen... ...
00:33:07: ihres Menschsteilens ernst genommen werden.
00:33:11: Mehr haben wir nicht zu
00:33:12: sagen!
00:33:13: So nämlich, das reicht ja auch!
00:33:15: Danke
00:33:15: euch beiden!
00:33:17: Danke dass ihr mit gemacht habt und uns eingeladen habt, dass wir vorbeikommen durften... ...dass ihr mit mir
00:33:27: gesprochen habt.
00:33:29: Danke euch!
00:33:32: Und ich wünsche euch in Zukunft ganz viel Besuch und eine wunderbare Zeit hier.
00:33:39: Warte aus der Apakne!
00:33:41: Danke sehr!
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