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Warum übernachtet eine Architekturklasse in einer ehemaligen Jesuitenkapelle?

Shownotes

In dieser Folge besuchen wir den Kunstverein Neuhausen, einen besonderen Projektraum in einer ehemaligen Jesuitenkapelle auf den Fildern. Dort arbeitet das »The Baukunst Studio« der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart mit dem Kunstverein am Projekt »ResiDensity«: Studierende entwerfen Prototypen für eine zukünftige Künstler*innenresidenz. Bevor geplant wird, wird erst einmal gewohnt. Für die »Self-Residency« verbringen die Studierenden zwei Tage und eine Nacht vor Ort: im Beichtstuhl, unter Planen, in selbstgebauten Schlafsituationen, zwischen Heu, Holz, Wolle, Kälte, Vogelstimmen und bestehenden Langzeitprojekten des Kunstvereins. Dabei geht es nicht nur um die Frage, wo ein Bett stehen kann. Sondern darum, wie Architektur beginnt, wenn man einen Ort nicht leer denkt: Wer wohnt hier schon? Welche Pflanzen, Tiere, Materialien, Geschichten und Nutzungen sind bereits da? Und was bedeutet es, beim Bauen nicht nur Lösungen zu liefern, sondern zuerst bessere Fragen zu stellen? Wir sprechen mit Susanne Jakob vom Kunstverein Neuhausen, Prof. Mark Blaschitz und Rafael Rychlik von der ABK Stuttgart sowie mit Studierenden über Komfort, Verantwortung, prozesshaftes Entwerfen und die kleine große Utopie, dass Architektur einen Ort nicht verbraucht, sondern sorgfältiger lesbar macht. Das Projekt »ResiDensity« ist ein transdisziplinäres Forschungs- und Entwurfsprojekt des Lehrstuhls für Wohnbau, Grundlagen und Entwerfen / The Baukunst Studio in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Neuhausen. Ziel ist ein Prototyp für eine Residenzmöglichkeit für Künstler*innen im Dialog mit Ort, Geschichte und ökologischem Bestand. Credits / Beteiligte Zu Gast: Susanne Jakob, Prof. Mark Blaschitz, Rafael Rychlik M.A. Projekt: »ResiDensity«, Kunstverein Neuhausen × The Baukunst Studio / Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart Leitung: Prof. Mark Blaschitz Stimmen Studierende / Projektbeteiligte: Kevin Volkov, Simon Henning, Lola Dubac, Amelie Kull, Tim Fürtig, Carlotta Lauven, Ida Butt, Felix Schmitt, Stella Vossen, Merle Bernstein, Nico Singla-Martinez sowie weitere Beteiligte der Klasse. Kunstverein Neuhausen: Künstlerische Leitung Susanne Jakob

Quellen: Baukunst Studio Akademie der Bildenden Künste Stuttgart Residensity - Kunstverein Neuhausen

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00:00:00: Guten Morgen!

00:00:00: Warum schläft eine klasse Architektur Studierende in einer entweiten Kapelle?

00:00:06: Das finden wir jetzt raus.

00:00:07: Wir treffen jetzt gleich Susanne Jakob vom Kunstverein Neuhausen und Professor Marc Laschitz von der Akademie der Bildenden Künste, der hier mit den Studierenden Künstlerinnen Residenzen enthört.

00:00:20: Guck mal rein.

00:00:21: Aha da sind schon Leute die sind ja direkt da das ist ja gar nicht drin sie sind da draußen.

00:00:28: hi hallo Hallo, wir sind tief von der Kulturregion.

00:00:33: Hi Susanne!

00:00:35: Kannst du uns ganz kurz erklären was hier los ist und was sie hier macht?

00:00:41: Also vielleicht erst mal, was ist hier los?

00:00:43: Was ist denn los also... Wir sitzen jetzt in der vollen Sonne und noch beim späten Frühstück.

00:00:52: Das hat heute Morgen schon begonnen um acht Uhr dreißig.

00:00:56: Wann, also spätestens die ersten war Und es gab eine Gruppe, die draußen übernachtet hat.

00:01:05: Es geht ja hier darum bei diesem Residenzprojekt, dass die Klasse für Wohnbau und Entwerfen eine Künstlerresidenz erstellen.

00:01:21: Wir sind in einer ehemaligen Jesuitenkapelle.

00:01:25: und zwar diese wurde in den frühen, neunzigundfünfziger Jahre erbaut.

00:01:31: Man sieht es ja auch sehr deutlich.

00:01:33: also die Fassade ist hell aber schon in die jahre gekommen.

00:01:39: Die Kirche oder die ehemalige Kapelle wurde zwei tausendzehn entweit.

00:01:45: Die Jesuiten sind aber schon wesentlich früher hier ausgezogen Und wir haben dann sukzessive begonnen die uns anzueignen.

00:01:54: Also es ist jetzt nicht so herkömmliche Ausstellungen, sondern es sind künstlerische Projekte bzw.

00:02:03: inter- und transdisziplinäre Projekten wo wir eben mit anderen Wissensbereichen zusammenarbeiten also vor allem Biologie.

00:02:11: Wir haben Langzeitprojekte.

00:02:12: also sind Langzeituntersuchungen wie beispielsweise da drüben diese zwei verbundenen Bäume die sind von dem Büro Baubautanik Also in unendlichen... Ja, gepierst.

00:02:28: Das können Sie sich nachher gerne anschauen?

00:02:31: Ja, gerne!

00:02:31: Und das ist ein Langzeitprojekt also mit unendlicher Laufzeit.

00:02:37: oder die

00:02:38: Trüffelkolonie.

00:02:39: Das ist von der Künstlerin Linda Weiß, Blockadiativsee das auch ein Langzeitprojekt.

00:02:46: Das sind die kleinen Haselnusssträucher und Buchensträuchern.

00:02:51: Die sind mit Trüffe Pilzen geimpft und wir hoffen vielleicht in fünf bis sieben Jahren dass wir dann als Kunstverein in die landwirtschaftliche Produktion einsteigen können.

00:03:05: Okay.

00:03:05: Nee, die richtige Trüffel!

00:03:07: Ach so richtige Tröffel?

00:03:08: Ah okay, aber wie wachsen aus diesen... Ach ja.

00:03:10: Diesen unten ist es mit Zählen und das wächst und kann geandet werden.

00:03:15: Okay

00:03:16: cool Und ihr habt jetzt praktisch die Architektur Studierenden damit beauftragt

00:03:23: Ja,

00:03:25: daraus auch eine Residenz zu machen und nicht nur ein Projektraum.

00:03:31: Es ist ja der Projektraum.

00:03:33: und das Problem bei dem Projektraum war oder ist immer, wenn wir Künstler von Frankreich oder Berlin oder Italien einladen, dass wir natürlich Übernachtungsmöglichkeiten brauchen.

00:03:49: Und darum geht es, dass man einen Rückzugsortschaft, wo man einfach dann auch innehalten kann.

00:03:58: Okay, also die Klasse für Wohnbau entwirft hier Wohnungen.

00:04:01: Für Künstler.

00:04:03: Tempo wäre Wohnungen?

00:04:05: Ja das ist so... Also die klasse Wohnbaugrundlagen mit Werfen.

00:04:09: wir sind von der AK, also von der staatlichen Akademie der Billenkünste.

00:04:13: Hier ist Marc Blaschitz der Professor.

00:04:15: ich bin akademischer Mitarbeiter und die Aufgabe dieses Semester war ist Künstlerinresidenzen zu entwerfen für den Kunstverein nach Hause.

00:04:27: Und wir sind jetzt reingestartet mit dem ersten Punkt, der heißt Self-Residency.

00:04:32: Also wie... Wir bauen erst mal eine für uns selber um auszufinden und was braucht es denn überhaupt hier an diesem Ort?

00:04:38: Um zu wohnen.

00:04:40: Ja!

00:04:40: Und vor allem ist der Ort auch super interessant.

00:04:42: also ihr könnt ja hinter euch diese riesige Glizzine sehen oder wir haben auch schonmal ein Waschbär hier gesehen.

00:04:49: aber es gibt halt super viel interessante Dinge die passieren.

00:04:52: passiert sind Lebewesen, die hier schon wohn'n.

00:04:54: Wir schauen uns an, wie könnten wir auch mit denen zusammen wohnen?

00:04:57: und das Thema Temporalität ist natürlich super wichtig.

00:05:01: Und vor allem auch Wie kann man das realisieren?

00:05:03: Mit einem wahrscheinlich dem Budget was begrenztes und den Materialien die vielleicht schon hier sind.

00:05:08: Ist es überhaupt ökologisch verantwortbar?

00:05:11: Das ist eine gute Frage.

00:05:12: aber das ist eine Frage die man rausfinden kann wenn man's probiert.

00:05:16: ja

00:05:17: Also ihr probiert, wie nahe könnt ihr mit den Bewohnern zusammen wohnen?

00:05:26: Ich glaube ich gebe das Mikrofon gleich an Marc.

00:05:29: Das ist auch immer sehr viel von ihm kommt.

00:05:31: aber die Sache ist ja dass Architektur immer irgendwie mit Lebensraum in der Beziehung tritt und wenn wir jetzt hier irgendwas planieren, betonieren würden dann wäre ja damit auch der Raum programmiert Und dadurch, dass man so was zum Beispiel macht, kann man darauf eingehen.

00:05:49: Ah!

00:05:50: Das, was ich mache hat tatsächlich Auswirkungen auf die Dinge, die hier schon sind, die Lebewesen, die es schon gibt und ich finde eine eigene Position dazu

00:05:55: finden.".

00:05:56: Also wie wohn ich mit den natürlichen Bewohnern dieses Ortes zusammen im Grunde?

00:06:03: Das ist das die Frage oder an die Studierenden gestellt wird?

00:06:07: Ja, das ist die Frage, die die Studieren vielleicht nicht beantworten sollen sondern... eigentlich in dem Zusammenhang weitere sinnvolle Fragen zu stellen.

00:06:21: Also, eigentlich geht es darum, prozessartig an diese Aufgabenstellung heranzugehen und das bedeutet ... In der Architektur normalerweise.

00:06:35: Design bedeutet ja in diesem Fall normalerweise Lösungen vorzuschreiben.

00:06:40: Also Architektur und Design ist sozusagen so ein extrem lösungsorientiertes...

00:06:44: Und davor, also man sieht das Problem und versucht die Lösung zu nehmen.

00:06:47: Ja genau!

00:06:48: Und jetzt aber die Schwierigkeit, dass das wehrstellt denn eigentlich die guten und intelligenten Fragen?

00:06:56: Und in der Architektor ist es kostenfalls Bauherren,

00:07:01: die

00:07:02: Siedlungsgenossenschaften im Wohnbau, die Auftraggeberinnen Die das natürlich in unserer Gesellschaft oft nicht für die Gesellschaft fragen, sondern für ihren eigenen Gewinnfragen.

00:07:22: Also wirtschaftliche Fragen wie viele Leute kriegen wieder maximal rein?

00:07:26: Genau so ist es und da ist es dran die Verantwortung der Architektinnen zu stärken Einerseits schon auch durch Widerstand und durch Überzeugungskraft, aber es beginnt eigentlich früher.

00:07:45: Es beginnt nämlich dort, dass wir Architektinnen sowie auch andere Wissenschaften die richtigen Fragen stellen bzw.

00:07:53: die interessanten Fragen stellen, die derzeit gesellschaftlich notwendig

00:07:57: sind.

00:07:58: Zum Beispiel nach den Bewohnern, also den kleinsten Bewohner?

00:08:03: Genau!

00:08:06: Das geht auch natürlich sehr gut mit Beobachtung.

00:08:10: Und wenn wir in der Architektur von Bestandsaufnahme reden, dann wird meistens eine Bestandsausnahme von einem Gebäude gemacht.

00:08:18: Also die physische ... Die Bauchsparsche,

00:08:24: die gibt's im Ostend-Umer

00:08:27: oder auch der Parkplatz.

00:08:31: Aber ihr seht, dass das ja viel mehr ist nicht?

00:08:34: Und es gibt natürlich extrem viel von Daner bewuchs, der jetzt nicht geplant ist.

00:08:39: Ja und da ist die Frage wie man damit umgeht.

00:08:41: Die Architektur wird von Bauherren und von Architekten oft eigentlich so fälschlich aufgefasst dass man sozusagen einen Planungsbeginn hat Ein erstes Zwischenziel mit dem, dass die Planung eigentlich zu Ende gebracht wird und dann kommt die Bauausführung.

00:09:06: Und wenn man dann Glück hat, dann kommt ein lokaler oder internationaler Fotograf knipst es dann ab und dann kommen sie ins Architekturjournal Und wenn das ein gutes Architekturjournal ist, dann wird der Architek berühmt und bei Bauherr vielleicht auch ein bisschen.

00:09:33: Also es ist eher so dass man nachher ein Ergebnis hat, dass man ins Journal bringen kann oder wo man sagen kann...

00:09:39: Böse gesagt wäre das jetzt so!

00:09:41: Das ist aber so nicht weil es gibt sozusagen einen Start vor dem Planungsbeginn.

00:09:49: in der Architektüre nennt man Das gibt es nicht.

00:09:53: Die sogenannte Phase Null, wo man überhaupt erst einmal schaut was soll man hier machen?

00:10:04: Was ist möglich beziehungsweise macht Sinn wie hinterlasse ich den Ort nach der Planung und Bauphase das danach besser ist?

00:10:15: Nicht, dass du was irgendwas noch erfüllen kannst.

00:10:18: Dass er wirklich besser ist!

00:10:20: Und diese Phase Null, die nicht bezahlt ist laut Architektenkammer, da gibt es keine Erfindung.

00:10:28: Die ist einmal total wertvoll und jeder Ort hat natürlich eine Geschichte davor Auch das gehört zu dem Ort dazu.

00:10:38: Das ist alles Prozess, bis überhaupt die Planung irgendwann einmal läuft

00:10:42: und auch wahrscheinlich die Umgebung jetzt mit den Kindergarten hier nebenan zum Beispiel oder

00:10:47: im Planungsprozess selber.

00:10:50: Und dann geht es aber weiter weil da muss es ja bestehen.

00:10:55: Dann wird es vielleicht verändert, dann wird es danach gelebt und so.

00:10:59: Das heißt das ist immer prozessartig und wenn Architektinnen und Bauherren nicht verstehen wollen, dass es ein Prozess ist.

00:11:07: Also auch einen davor und danach gibt für diesen Ort?

00:11:10: Genau!

00:11:11: Es geht ja ums Sorge tragen dann da nachher... Und wenn das nicht verstanden wird, dann gibt es halt so die klassischen Fehler unserer modernen Welt.

00:11:22: Das ist ja so ein bisschen der Treppenwitz der Bauplanung in Deutschland, dass diese vorherigen Bewohner die Umwelt Die Vogelnester, die Mäuse oder wer auch immer.

00:11:36: Also die Tiere, die studieren ja jetzt auch... Es gibt Waschbären.

00:11:41: alles klar!

00:11:43: Dass diese Tiere eigentlich oder oft vorgehalten werden wenn es darum geht wie so dauert dieses Bauprojekt jetzt zwanzig dreißig Jahre?

00:11:52: Wenn wir uns auch in zwei Jahren hätte machen können weil man muss die Tiere umsiedeln ist das was ihr macht eine Antwort darauf?

00:12:00: Macht es das noch schlimmer oder macht es das besser?

00:12:03: Nein, weil das Prinzip ein anderes ist.

00:12:08: Weil es sozusagen nicht im Planungsbeginn und des Realisierungsende gibt sondern weil es darum geht immer in einer Lösung zu leben.

00:12:18: Und das ist natürlich zum Beispiel bei Stuttgart-Einundzwanzig schwierig, da braucht man natürlich auch einen Bauzeitplaner mit, dass funktioniert.

00:12:26: Aber wenn man von vornherein anders damit umgegangen wäre, hätte man ja diese Sachen schon gesehen.

00:12:32: Man will sie ja ausschließen und ich behaupte mal das Ausschliessen kostet viel mehr Zeit, dass es mir einzubezieht.

00:12:38: Also praktisch das Ausblenden bis das Problem Fledermäuse entsteht, ignoriere ich's.

00:12:44: aber wenn wir prozessorientiert denken dann sehen wie die Fledermeuse forschen und überlegen uns was machen wird.

00:12:50: Wo könnten die hier weiter wohnen?

00:12:52: Genau!

00:12:53: So wie die Waschbären.

00:12:56: Und das wird jetzt so im Studium erprobt?

00:12:58: Wie realistisch ist es, das dann auch in den Welt zu tragen.

00:13:01: Das ist eine super Frage.

00:13:02: und also... ...das ist ne Frage die ich mir weil bei mir zum Studium nicht so lange her ist sehr viel gestellt habe.

00:13:10: noch immer noch Stelle.

00:13:14: Also für jede Person die Architektur studiert super relevant, also ich würde sagen in meinem früheren Studium habe ich eine sehr gute Grundlagen ausgenommen bekommen wie man überhaupt im Büroalltag funktioniert.

00:13:24: Wie man richtig zeichnet, wie man richtig Modell baut plant und so weiter und dass die Möglichkeit die halt die ABECA bietet ist.

00:13:31: Wir haben super kleine Semester.

00:13:33: also in meinem Semester waren wir elf Leute und das bringt die Möglichkeit in sehr engem Austausch mit der Fakultät zu sein, die dann auch wieder im engen Austausche mit Leuten besteht.

00:13:46: Die im Architekturbereich arbeiten bei der Stadt vielleicht oder auch irgendwie los und dadurch hat die Studierenden einen ganz anderen Zugang bekommen.

00:13:56: und diese Zukunft, die da heißt hey ich könnte selber vielleicht was gründen, was irgendwie ein Unterschied macht oder mit Leuten zusammenarbeiten in einem Kollektiv Verhältnissen, wo man selber mehr Handlungsmacht hat.

00:14:13: Die ist sehr viel näher und das ist das was man hier auch spürt.

00:14:17: also ich meine wenn wir ein Semester von sechzig Leuten wären dann wäre das hier überhaupt nicht möglich.

00:14:21: aber dadurch dass wir so eine kleine Gruppe sind es ist immer ein direkter Austausch mögliches immer Dialog möglich auf mit Susanne mit Marc und mir ermutigt das hoffentlich auch den Studierenden diese Möglichkeiten aufzumachen, zu sagen hey es gibt wirklich einen Bedarf auch an Leuten die anders denken weil so wie's jetzt passiert wissen wir alle.

00:14:45: Die Welt ist endlich ja und das geht irgendwie nicht weiter.

00:14:50: Und Dinge müssen ein bisschen angepasst verändert werden

00:14:53: also sehr utopisch schon

00:14:56: mit.

00:15:00: Ich glaub der Beginn ist zum Beispiel schon dass du genau über diesen Punkt, der super wichtig ist die Frage stellen kommt.

00:15:12: Weil wenn wir so nicht herangegehen würden könntest du die frage nicht stellen.

00:15:15: ja und diese frage die sich auch Raphael weiter immer stellen wird ist eine fragestellung die wir in die gruppe hineinbringen.

00:15:27: die wird zu den studierenden rein bringen oder den moment wo die Studierenden sich die fragestellen ist er ja der erste schritt getan.

00:15:37: Aus meiner Erfahrung nach beginnen halt so Veränderungen.

00:15:43: Und die passieren nicht nach einem Masterplan,

00:15:47: sie kommen nicht raus und dann ist die Welt auf einmal so.

00:15:50: Ja

00:15:50: genau.

00:15:51: aber wie Raphael gesagt hat es gibt natürlich Netzwerke und ich meine wenn ein Architekturbüro Das war ja auch die Frage, die Praxis.

00:16:00: Also wenn er nach Hedikturbüro einen Studierenden von der Akademie aufgrund dessen was seine Bemerkungsmappe zeigt und aufgrund desen was die Leute eben vorweisen können gemacht haben ins Büro aufnimmt dann ist ja da schon das zweite Schritt gemacht.

00:16:19: Ja weil die wussten ja wenn sie einladen?

00:16:21: Eben!

00:16:22: Und in den Grazerbüros In den in den in dem in den achtziger und neunziger Jahren.

00:16:31: Und das ist jetzt nicht anders, haben sich die Büros immer Studierende auch auch oder gewisse Büros Studierenden gesucht, die ihre Büros beeinflusst haben.

00:16:42: Und Architektur Studierender beeinflussen die Richtungen der Büros und Architektenen,

00:16:50: die

00:16:51: in der Zeit sein wollen suchen diese Beeinflussungen.

00:16:56: Ich bin Nico Ich bin Stella,

00:16:58: ich bin Merle.

00:16:59: Und ihr habt hier gepennt dort da hinten drin?

00:17:03: Richtig

00:17:04: und überraschenderweise war es gar nicht so kalt weil wir uns gut vorbereitet haben.

00:17:09: also wir hatten Schlafsack, Isomatte und mehrere Schichten Kleidung und wir haben dann auch eine Plane in den Baum installiert damit der Regen eben nicht auf uns fällt und das war auch tatsächlich wichtig weil's auch geregnet hat Heute Nacht.

00:17:29: Und dafür habt ihr auch diese Rahmen... Also, ihr habt die Rahmen dafür gebaut, die Plane zu spannen?

00:17:36: Ja einmal das und zum anderen auch dass wir da so ein bisschen einen Eingang haben und das ganze Freihaben von den Schlingen und Tranken, die wir dann darum gebunden haben.

00:17:46: Würde dir sagen ja hier können KünstlerInnen am Ende pennen?

00:17:51: Ja ich denke auf jeden Fall schon.

00:17:52: also man muss sich halt darauf einlassen bisschen außergewöhnlich ist, so draußen zu schlafen und sich gut vorbereiten.

00:18:00: Mit Kleidung und allem Möglichen.

00:18:03: aber sonst hat es eigentlich ziemlich gut funktioniert und ich denke das würde auch für andere Künstler funktionieren.

00:18:10: Klarer Empfehlung!

00:18:11: Okay was ist mit den eigentlichen Begonern dieses Ölbar-Essigbaums?

00:18:17: Also Nisten dort mehrere Tauben drin haben wir festgestellt Die waren auch als hier drin, waren hier drinnen und einen Singvogel haben wir auch gesehen.

00:18:29: Die fangen dann morgens um vier eben an Reusche zu machen.

00:18:34: Da muss man sich dran gewöhnen aber...

00:18:36: Konntest du dir wieder einschlafen?

00:18:37: Nein nicht wirklich weil die ganze Umgebung eben alles von dem Vogel gesang.

00:18:43: Ja klar direkt neben also Meter entfernt wahrscheinlich oder?

00:18:47: Aber es ist auch eine besondere Erfahrung gewesen.

00:18:49: Das wäre eigentlich der Ansatz, dass wir so wenig wie möglich eingreifen... ...dass wir den Baum auch so wenig wie möglich verletzen weil das ist ja eigentlich also wird dringend quasi in etwas ein und schon besteht.

00:19:01: Und dass wieder so wenig wirklich

00:19:04: zurückschneiden müsste

00:19:05: einfach.

00:19:06: Wir haben auch eigentlich quasi nur zurückgebunden sodass wir uns Raum schaffen zum übernachten

00:19:15: aber

00:19:16: Abgeschnümmen wäre echt nichts.

00:19:18: Und... Ja, das wär halt der weitere Gedanke, dass wir auch weiter so handeln und weiter zu arbeiten.

00:19:24: Möglichst wenig einzugreifen.

00:19:27: So cool!

00:19:27: Cool Idee.

00:19:29: Freut mich voll, dass es geklappt hat und dass es anscheinend sogar wärmer als drin war.

00:19:32: möglicher Reise her.

00:19:35: Ich wünsche euch jetzt viel Glück mit dem Statiker und dass das alles geht.

00:19:42: Ihr habt sehr unterschiedliche Kammern.

00:19:46: Genau, wir haben hier verschiedene Schlafkonzepte versucht auszukrobieren.

00:19:50: Also ich habe mit vier Wandankerungen die ich mit Dübeln befestigt hab mein Netz in diesem Beichtstuhl sozusagen gespannt auf einer Tiefe von ein Meter Fünfzig und da habe ich dann halt versucht zu schlafen.

00:20:03: also die Schwierigkeit war so ein bisschen mich auch diesen einen Meter Fünftig irgendwie zurechtzufinden und mich dort irgendwie so zu beschränken.

00:20:12: Und für mich war das einzig logische, dass ich in einer leichten Parabelform schlafe.

00:20:16: Weil dann meinem Körper sich daran anpasst und wenn nicht, hätte ich mich auch einfach in eine Embryonalstellung da reindewähnen können.

00:20:25: Ja genau!

00:20:25: Das ist eigentlich so viel wahr zu...

00:20:28: Wie war es in der Parabel-Form zu schlafen?

00:20:30: Also

00:20:31: ziemlich gut!

00:20:31: Ich muss ehrlich sagen, ich hatte echt Angst um meinen Rücken und um mein Nacken.

00:20:35: Ähm, ich bin diese Nacht heimgeschlafen ohne das es gemerkt hat.

00:20:38: Ich bin immer nach vier Stunden aufgewacht und war so oh ich muss aus Klo.

00:20:41: Bin nur noch ins Klo und mir ging's richtig gut bis dahin.

00:20:46: Aber dann irgendwie wieder reinzukommen war echt ein richtiger Akt in den Dunkeln... ...und dann bin ich einfach auf dem Boden wieder eingeschlafen.

00:20:51: Ich glaub' hätte ich die ganze Nacht in nem Netz verbracht, dann hätt ich auch...

00:20:54: Dann wärst du nicht okay gewesen?

00:20:56: Ja da wäre es nicht ok gewesen.

00:20:57: Achso okay hab ich

00:20:57: hergemütlich was umkriegt.

00:20:59: Also es war besser dann kurzzeitig auf dem Boden zu schlafen!

00:21:03: Die halbe Nacht dann auf dem Boden, genau.

00:21:05: Würdest du es empfehlen für zukünftige Residenzen?

00:21:09: Ich

00:21:09: glaube wäre der Weichstuhl auch zwei Meter.

00:21:11: Wäre das eine echt gute Schlafoption weil ich tatsächlich im Netz selber weniger gefriert habe wie aufm Boden und weil ich auch denke dass es extrem platzsparen ist.

00:21:19: Ich hab's jetzt gerade zum Beispiel noch ausgebreitet.

00:21:22: aber wenn ich jetzt mein Zeug irgendwie aufräumen möchte, habe ich die Optionen mal meine Haken oder meine Karabiner einfach um zu hängen an die Hilton liegenden Haken und hätte dann aufgeräumten Space.

00:21:32: Ich könnte auch die Haken neu anordnen, bis ich eine Sitzfläche oder ein Sessel sage mal in dem ich hänge.

00:21:38: In dementsprechend glaube ich, dass sich ein sehr vielseitiges Bett oder einen vielseiten Raum da geschaffen habe, indem ich so Nacht und Tag irgendwie verbringen kann auf höchstem Raum.

00:21:50: Okay, danke!

00:21:52: Wir hatten diese Heuboden...

00:21:55: Also wir hatten ja diese vier Beichtstuhlkammern zur Verfügung und wir haben eigentlich gemeinschaftlich auch so überlebt was hier einzeln in die reinmachen.

00:22:03: und da war so ein bisschen die Idee, wie wäre es denn wenn wir einfach den... also nichts reinbauen, nicht konstruieren.

00:22:09: Sondern ihn bei schön mit was füllen, darauf man schlafen kann, der erste Gedanke war so'n bisschen bellebar zu machen aber eben aus natürlichen Materialien.

00:22:19: Da befindet sich jetzt drin, also unten ist eine Plane.

00:22:22: dann habe ich Blätter und Äste, die draußen auf dem Bochaufguck umgelegen sind, reingemacht.

00:22:28: Dann ist Scharf voller drinnen.

00:22:29: das war auch.

00:22:30: In den Pavillon, der mich hier steht wurde auch schon ein Scharfholle verbendet und dann war irgendwie so eine Referenz auch vom Material da.

00:22:38: Und obendrauf ist dann heu... Ja genau also...

00:22:43: Ist im Grunde ein kleiner Heubboden oder so?

00:22:45: Ein kleineren

00:22:46: Boden!

00:22:46: Auf wie wars was

00:22:47: angenehm?!

00:22:48: Es war ... Also ich habe mich reingelegt und was ganz spannend war dass ich mich irgendwie sehr wohl gefühlt hab in Sonau.

00:22:55: Ach so eine heimelige Art und Weise.

00:22:57: Es fühlt sich schön an den Naturmaterial zu schlafen, es hat irgendwie was Friedliches und was Geborgenes und was Mütterliches?

00:23:07: Keine Ahnung!

00:23:08: Das ist

00:23:08: wie ein Nest

00:23:09: eigentlich.

00:23:09: Ja das ist wie nests.

00:23:10: Ein bisschen so.

00:23:12: ein Gedanke, der mir gekommen ist war okay wenn jetzt irgendwo einen Stromkabel da unten ist und es einen Kurzschluss gibt, damit dann ein Blum aufgeht.

00:23:19: Da hätte ich so ein kleiner Gedankel gedacht, weil mich am Eigenschlafend jetzt ein Milit hat.

00:23:24: Aber sonst, genau es war schön dass sich das Stroh oder das Heu an mein Körper so angepasst hat.

00:23:31: Weil sie sich das auch so geborgen wieder angefühlt hat.

00:23:34: aber ist natürlich auch ein bisschen unangenehm wenn man dann die ganze Nacht in der gleichen Position gefühlt bleiben muss weil wenn ich mich dann gedreht habe ich schon gespürt okay des heu will du's nicht.

00:23:43: deswegen jetzt eigentlich dass ich in der schön schnuggeligen positionen bleibe

00:23:46: und... Man kann sich also wieso nicht so viel bewegen?

00:23:48: Hätte ich schon gehört?

00:23:49: es sind ein zu fünfzig lang der Beichtstuhl.

00:23:54: Ist das mal ausprobieren?

00:23:56: Ja,

00:23:57: ist bereit.

00:23:58: Natürlich.

00:24:00: Ich bin entmichwillig.

00:24:09: Es ist überraschend schnuckelig!

00:24:12: Ich wüsste jetzt nicht ob ich die ganze Nacht so liegen will aber wenn ich es schaffe dann... also ich würde sagen ich könnte einen guten Mittagsschlaf halten und da würde ich aufwachen weil ich furchtbar starren Nacken fütte mich Und es fühlt sich an, als wäre man in einer Zelle.

00:24:30: Ja dieses Zellengefühl habe ich versucht so ein bisschen aufzubrechen durch die Jute, die dahinten ist weil ich hatte am Anfang schon einen Schiss das wenn ich so auf dem Boden liegt und der Raum so hoch ist dass ich mich für wie eine Kellerassel in einem Keller und es ist so riesig groß und deswegen habe ich es versucht noch ein bisschen heimeliger zu machen.

00:24:48: Ja absolut du hast hier kleine Blümchen aufgestellt

00:24:51: Ja, bisschen kitschig.

00:24:52: Aber das war so.

00:24:52: aus dem Moment habe ich es

00:24:54: beichten an die Wand geschrieben oder standen?

00:24:56: Das ist ein Kunstwerk von einer Künstlerin, die hier mal war.

00:24:59: Ich weiß jetzt ihren Namen leider nicht aber genau das war Teil von der künstlerischen Aktion

00:25:05: und ich sehe auch was ich mir natürlich auch schon vorher gedacht habe dass sie einen Beichtstuhl das heißt.

00:25:10: also diese vier Beichtstudien nebeneinander sind ja alle miteinander verbunden

00:25:15: Also es sind immer jeweils zwei miteinander direkt verbunden durch so ein Dashbind?

00:25:19: Nein, natürlich sind nur zwei Weichstelle mit mir.

00:25:22: Ich kenne mich aus in der Kirche Gruppenbeichten...

00:25:25: ich habe dich gemerkt dass du die scheiß Türraube gemacht hast

00:25:30: Aber sitzt nicht und okay auch nicht mit den Kammern mit denen du mit denen ihr verbunden wart habt ihr auch nicht?

00:25:36: Habt ihr alles gehört?

00:25:39: Nee Kehrkirchisch wie's?

00:25:42: Ja gut eigentlich oder?

00:25:43: Hi!

00:25:44: Ihr habt hier oben geschlafen, weil euch da das Thema Wärme sehr wichtig.

00:25:50: Aber wie schon gehört?

00:25:51: Wer ist auf die Idee gekommen hier oben zu schlafen?

00:25:53: Wir

00:25:54: beide kamen auf diese Idee.

00:25:55: Und zwar das erste Mal wo wir hier waren, wie gut es sehr kalt und dann sind wir ein bisschen durch die Gegend gelaufen und das war so der wärmste Ort.

00:26:03: Ja.

00:26:03: Und dann haben wir eigentlich gebrainstompt und dann kam ich auf die idee, warum schlaft man nicht auch sofort hier wenn man sich hier irgendwo fühlt?

00:26:09: uns war auch recht ruhig also man hatte viel Ruhe

00:26:13: Gewusel

00:26:13: oder so, sondern ja, hat man seine Ruhe.

00:26:17: Zu unseren Projekten auch dazugehört dass wir nicht nur unsere Schlafmöglichkeit gebaut haben, sondern auch gestern Abend das Abendessen gekocht haben eine warme Suppe und danach haben wir noch Lagerfeuer gemacht mit Stockboot und Popcorn.

00:26:31: Und Popcorn und das war für alle anderen also nicht nur für uns.

00:26:35: Wir haben praktisch die Wärme ausgestrahlt.

00:26:38: Die gibt die Wämme weitergegeben, wir haben die Währme geteilt.

00:26:43: Ich glaube, wir dachten, dass das einfach zu unserem Konzept passt.

00:26:46: Dass wir das noch ein bisschen erweitern weil... Also wir haben ja hier jetzt quasi gewohnt und zum Wohnen zählt ja nicht nur das Schlafen sondern halt auch die Ernährung des Essen und das Zusammensein generell.

00:26:58: Und deswegen dachten wir, dass für die Wärme da auch irgendwie in diesem Aspekt wieder spiegel müssen.

00:27:04: Wie viel Platz hattet ihr noch so?

00:27:05: In diesem Bett?

00:27:06: Ihr wart jetzt zu fünft!

00:27:08: Ja, mit vier mal drei.

00:27:09: Die sind zu viel Platz.

00:27:10: Man

00:27:10: fieht's auch?

00:27:11: Wir hatten ein bisschen Angst, dass wir kuscheln müssen aber wir hatten alle genug Platz und man konnte sich auch drehen, man konnte aufstehen... Also es war super!

00:27:18: Und die Betten waren nicht bequem?

00:27:20: Ja, total.

00:27:23: Das sind Wandschränke darauf Holzlatten draufgelegt und dann haben wir irgendwie gesucht wo kriegen hier möglichst Matratzen her?

00:27:32: also die zwei sind jetzt auch ausgeliehen noch, die Zwei sind permanent Und dann haben wir eigentlich quasi versucht, okay weg vom kalten Boden hoch und irgendwie dann natürlich laden wieder ein bisschen Federaum, ein bisschen weicher, angenehmer von Rücken.

00:27:48: Ich hab wirklich gut geschlafen!

00:27:53: Sehr offene Frage – was nehmt ihr aus der Nacht für euch?

00:27:57: Für eure zuckefliegen Arbeiten mit?

00:28:02: Das war davor so die Idee und es hat sich auch bestätigt, dass es vor allem jetzt bei uns ging.

00:28:07: Wir schaffen mir einen Komfort.

00:28:08: also das vielleicht gar nicht so das Ding okay wie wir schlafen wird am coolsten interessantesten sondern wirklich Wie fühlt man sich in einem Raum wohl?

00:28:17: Es war ganz wichtig dass wir eben ein Gefühl mitnehmen und ich vielleicht gar Nicht mehr so die bestimmten look oder stil sondern wirklich ein gefühl.

00:28:25: Ich glaube also ich glaube auch dadurch dass wir vorher dieses lagerfeuer gemacht haben Und einfach die laune gut war wir uns allen waren vom feuer.

00:28:32: ist man schon mit so einer positiven Stimmung da reingegangen, weil wir waren am Anfang schon alle ein bisschen skeptisch.

00:28:36: Jetzt schlafen wir hier okay aber dadurch dass wir damals oder davor einfach mit der ganzen Gemeinschaft irgendwie eine gute Warme Laune hatten konnte man dann irgendwie auch in sein warmes Bett und es hat's glaube ich deutlich einfacher gemacht als hätten wir einfach gesagt wir ersten zu fünften gehen ins Bett, sondern dass man vorher die Gemeinsschaft hatte.

00:28:52: Und würde dir das jetzt öfter machen nachdem ihr dieses Resident-Density Experiment gemacht habt?

00:29:00: Würde dir in Zukunft versuchen, weiter so fortzuführen.

00:29:04: Also dieses Bevor ich an was arbeite möchte ich da einmal gepennt haben?

00:29:12: Ich glaube ich müsste jetzt nicht in jedem meiner Projekte schlafen aber ich glaub dass es ziemlich wichtig ist das man sich mit dem Ort auseinandersetzt und auch sich hineinversetzt also vor allem mindestens mal gedanklich vielleicht auch irgendwie anders und ich überlege wie würde ich an den Ort umgehen Wie mache ich da als Architekt jetzt eine coolste Sache, sondern wie nutze ich tatsächlich den Ort und wie fühle ich mich dabei?

00:29:38: Ich glaube das ist ganz wichtig zu erfahren.

00:29:40: Und wenn man dafür dann halt da schlafen muss, dann muss man vielleicht auch noch mal irgendwo schlaven.

00:29:47: Also würdet ihr machen?

00:29:49: Aber wenn ihr jetzt rein übertätisch Architektorbüro anfängt... Die sind auch prozessorientiert und sagen okay wir haben ja dieses Projekt.

00:30:00: Würde dir sagen alles klar!

00:30:01: Ich

00:30:03: denke, dass es diese Möglichkeit gibt.

00:30:06: Dann so einmal ist das nervös und dann kann man das Bündler nehmen.

00:30:10: Ich glaube, es ringt sehr davon ab, wo man schläft.

00:30:14: Also ich glaub hier war das jetzt irgendwie gegeben weil's ein geschlossener Raum ist.

00:30:18: Es gibt hier Strom, es gibt ja alles was man irgendwie auch noch braucht um mehr als mitzuschlafen.

00:30:24: Ich weiß nicht wie sind Projekten wäre, wo es das alles nicht gibt, wo das alles mal geplant werden muss?

00:30:28: Vielleicht sieht es da nochmal ein bisschen anders aus.

00:30:32: Aber wenn das so bequem ist wie hier, dann würde ich's noch mal

00:30:34: machen.

00:30:35: Wie heißt du?

00:30:35: Felix!

00:30:36: Ich

00:30:36: bin Jonathan.

00:30:37: Felix, du hast in einer Erweiterung des menschlichen Körpers geschlafen wurde mir gesagt.

00:30:45: Ja... genau es geht um Stufen von Rückzugsorten praktisch und unsere erste oder eine unserer Hüllen ist ja der menschliche Körper die Haut des Christorgarn.

00:31:01: Eine nächste Schicht ist unsere Klamotten, die auch in der wir wohnen.

00:31:07: Die uns diesen Schutz den Rückzugsort bietet.

00:31:15: und wenn wir jetzt eine Architektur wohnt das ist oft ein sehr statischer, massiver Raum und bei mir ging es darum eigentlich einen Zuhause zu schaffen.

00:31:29: Ein Ort der transportierbar ist eben auch eine Flexibilität hat.

00:31:34: Ich habe in meinem Projekt nicht versucht auf diesen speziellen Orte zu reagieren, sondern auf mich als Person.

00:31:41: Weil viele von den Projekten die wir vorher gesehen haben sind sehr auf diesen Raum bezogen, greifen in die Architektur ein und sind integriert und meins ist praktisch eigenständig, ist aus meinen Bedürfnissen ausentwickelt und versucht so eine Antwort auf den Dialog zwischen zu Hause und Heimat

00:32:07: zu geben.

00:32:07: Also im Grunde ein transportables Zuhause, dass du theoretisch überall hinstellen könntest?

00:32:13: Genau!

00:32:14: Und das du jetzt aber hier hochgestellt hast weil es hier am wärmsten ist?

00:32:17: Genau Du sagst die Nachfrage gut?

00:32:20: Die Nachfrage sehr gut.

00:32:21: Ich habe mein ganzes Bettzeug aus Stuttgart dabei meine Matratze, meine Downdecke und alles.

00:32:27: Und vielleicht auch noch.

00:32:28: eine Besonderheit hier ist, dass es nicht nur ein Schlafzimmer ist sondern das soll dieser Rückzugsort sein.

00:32:33: Das soll dann Raum sein zur Produktion von Erinnerung zu einer Projektionsfläche von Erfahrungen die dann auch einen Raum der irgendwann über die Zeit mit persönlichen Gegenständen einfach gefüllt wird.

00:32:51: So ein richtiges Zuhause

00:32:52: eigentlich wirklich ein Zuhaus her.

00:32:54: Ja klar, würdest du es für andere Künstler empfehlen die herkommen und die Residenz machen?

00:32:59: Ja aber ich würde ihnen auf jeden Fall empfehle den Schrank so einzurechnen wie sie wollen.

00:33:03: Die Wände so zu hängen wie Sie wollen.

00:33:06: Und ihn versuchen die Freiheit zu geben sich den Raum selbst anzueigen.

00:33:09: Das ist ganz

00:33:09: irgendwie modular zu gestalten damit man dieses kleine transportable Tiny Home nach seinen eigenen Wünschen anpassen könnte.

00:33:19: Und ich will hier keinen Anspruch erheben dass das so für alle sondern Das soll einfach eine Möglichkeit sein, wie man es machen könnte.

00:33:26: Eine Künstler-Residenz auch vor allem wahrscheinlich... Ja.

00:33:30: Cool!

00:33:31: Danke dir.

00:33:32: Susanne?

00:33:33: Du

00:33:33: zeigst uns den Weg nach draußen?

00:33:34: Ja, davor möchte ich aber noch auf paar Sachen hinweisen.

00:33:37: Bitte sehr, was du siehst hier.

00:33:38: Veranstaltung am vierten Juli haben wir Andre Krepper zu Gast.

00:33:44: der hat einen ganz neuen Forschungszweig bearbeitet und zwar die Human Animal Studies.

00:33:51: Das ist in Kassel entstanden, also in der Dokumentarstadt.

00:33:56: Und in der Zwischenzeit lehrt er an der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg und er ist bei uns am vierten Juli zu Gast um einen Vortrag um den

00:34:10: Bewohnern vor Ort mit dem kleinsten Bewohnerin vor Ort

00:34:13: richtig!

00:34:14: Ja das ist sein Hauptthema.

00:34:17: Also neben dem, dass es die Menschen-Pflanzenrelation gibt.

00:34:21: Gibt es eben auch die Human Animal Studies und diese in Deutschland noch nicht so verbreitet in den USA hingegen seit den Achtzigerjahren durch der Narraway?

00:34:32: Und er befasst sich mit diesem Thema und ich denke das wird sehr spannend.

00:34:37: Kannst du uns nur ganz kurz vorraten was die Studierenden jetzt noch machen hier oder wie lang sie noch bleiben bei euch?

00:34:43: Ja also... bis heute Abend.

00:34:46: Das kann auch wieder spät werden und es wird, wie ihr schon gehört habt das wird ja noch gesägt und gehemmert und gezeichnet und gemalt und vor allem müssen die ja noch gewisse Konzepte entwickeln also das ganze auch was sie tun versprachlichen und von dem her wird das natürlich nach einer kurzen Pause über die Pfingstferien noch ganz schön intensiver Aufleitzphasen geben.

00:35:14: Oh,

00:35:15: das sieht ganz schön viel hier

00:35:16: aus.

00:35:16: Ja!

00:35:18: Danke für den Ort und die Begehren für die

00:35:21: Ausstrahlung

00:35:22: von eurer kleinen zukünftigen Residenz und dem Ort, an dem soviel passiert ist.

00:35:29: Ich danke auch fürs Kommen

00:35:32: euch allen.

00:35:33: Dann noch einen schönen Tag.

00:35:34: Ja, daumen.

00:35:35: Gute Reihenfahrt.

00:35:36: Danke, Tschüss!

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